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Abriss des „Immerather Doms“

Ein Trümmerfeld als Mahnmal des Braunkohletagebaus

Jahrhunderte Bau- und Kirchengeschichte für immer verloren: Die Basilika St- Lambertus im Ort Immerath ist abgerissen worden – alles muss dem Braunkohletagebau weichen. Aktivisten nutzen den Abriss für Protest.

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Die Überreste der Basilika St. Lambertus im Ortsteil Immerath der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg. Zwei Tage lang wurde die im Volksmund „Immerather Dom“ genannte Kirche abgerissen. dpa

Der „Dom“ ist weg

Die Überreste der Basilika St. Lambertus im Ortsteil Immerath der Stadt Erkelenz im Kreis Heinsberg. Zwei Tage lang wurde die im Volksmund „Immerather Dom“ genannte Kirche abgerissen.

Bild: dpa

Am 8. Januar hatte der Abriss begonnen – Jahre nach der Ankündigung. Am 9. Januar wurden die beiden Türme der Basilika, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert reicht, abgetragen. Ursprünglich war sogar von einer Sprengung die Rede. dpa

Die zwei Türme

Am 8. Januar hatte der Abriss begonnen – Jahre nach der Ankündigung. Am 9. Januar wurden die beiden Türme der Basilika, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert reicht, abgetragen. Ursprünglich war sogar von einer Sprengung die Rede.

Bild: dpa

Der „Dom“ muss dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen. Der Energieriese RWE hat für die Erweiterung des Reviers mehrere Ortschaften komplett umgesiedelt, darunter Immerath. Die Glocken der Basilika sind bereits 2014 in die Neubausiedlung Immerath (neu) transportiert worden. dpa

Viel Geschichte, keine Zukunft

Der „Dom“ muss dem Braunkohletagebau Garzweiler II weichen. Der Energieriese RWE hat für die Erweiterung des Reviers mehrere Ortschaften komplett umgesiedelt, darunter Immerath. Die Glocken der Basilika sind bereits 2014 in die Neubausiedlung Immerath (neu) transportiert worden.

Bild: dpa

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte in der Nacht die Abrissstelle besetzt, die Arbeiten verzögerten sich um mehrere Stunden. Die Aktivisten protestieren gegen die ökologische Belastung des Braunkohletagebaus, der nicht nur Mensch und Baum entwurzelt, sondern ganze Landstriche wegbaggert. Reuters

Aktivisten protestieren

Die Umweltorganisation Greenpeace hatte in der Nacht die Abrissstelle besetzt, die Arbeiten verzögerten sich um mehrere Stunden. Die Aktivisten protestieren gegen die ökologische Belastung des Braunkohletagebaus, der nicht nur Mensch und Baum entwurzelt, sondern ganze Landstriche wegbaggert.

Bild: Reuters

Der Abriss der Basilika sorgte für viel Empörung im Netz, der Hashtag #ImmeratherDom trendete bei Twitter. Eigentlich hätte die Kirche schon vor vier Jahren abgetragen werden sollen. Kirchlich entwidmet wurde sie bereits im Oktober 2013 in einem feierlichen Gottesdienst. Reuters

Proteste bringen nichts

Der Abriss der Basilika sorgte für viel Empörung im Netz, der Hashtag #ImmeratherDom trendete bei Twitter. Eigentlich hätte die Kirche schon vor vier Jahren abgetragen werden sollen. Kirchlich entwidmet wurde sie bereits im Oktober 2013 in einem feierlichen Gottesdienst.

Bild: Reuters

Um das Ende der Kirche zu verhindern, kommen die Proteste ein paar Jahrzehnte zu spät. Der Ausbau von Garzweiler ist seit 1995 beschlossene Sache. Ende 2013 keimte kurz Hoffnung auf, als RWE mit dem Gedanken spielte, Teile der Braunkohlekraftwerke stillzulegen. Die Stadt Erkelenz forderte daraufhin einen Verzicht auf den Abriss Immeraths. Doch der Konzern blieb bei seinen Plänen. Reuters

Macht der Zerstörung

Um das Ende der Kirche zu verhindern, kommen die Proteste ein paar Jahrzehnte zu spät. Der Ausbau von Garzweiler ist seit 1995 beschlossene Sache. Ende 2013 keimte kurz Hoffnung auf, als RWE mit dem Gedanken spielte, Teile der Braunkohlekraftwerke stillzulegen. Die Stadt Erkelenz forderte daraufhin einen Verzicht auf den Abriss Immeraths. Doch der Konzern blieb bei seinen Plänen.

Bild: Reuters

Die Brachfläche um die Basilika ist durch den Abriss der innerstädtischen Bebauung entstanden. Das öffentliche Interesse: riesig. Gewirkt haben die anhaltenden Proteste nur im Fall des Orts Holzweiler. 2016 beschloss die Landesregierung NRWs die Verkleinerung von Garzweiler II. dpa

Nachbarn bleiben verschont

Die Brachfläche um die Basilika ist durch den Abriss der innerstädtischen Bebauung entstanden. Das öffentliche Interesse: riesig. Gewirkt haben die anhaltenden Proteste nur im Fall des Orts Holzweiler. 2016 beschloss die Landesregierung NRWs die Verkleinerung von Garzweiler II.

Bild: dpa

So sah St. Lambertus noch im Oktober 2013 aus. Doch schon damals glich Immerath einer Geisterstadt, fast alle Bewohner waren bereits abgewandert oder umgezogen. Die komplette Reportage lesen Sie hier. Alexander Möthe

Vor dem Fall

So sah St. Lambertus noch im Oktober 2013 aus. Doch schon damals glich Immerath einer Geisterstadt, fast alle Bewohner waren bereits abgewandert oder umgezogen. Die komplette Reportage lesen Sie hier.

Bild: Alexander Möthe

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