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08.03.2014

13:53 Uhr

Abschiedsfeier

Erzbischof Meisner lädt Tebartz-van Elst ein

Seit seiner Beurlaubung war der umstrittene Limburger Bischof Tebartz-van Elst weitgehend abgetaucht. Doch möglicherweise besucht er am Sonntag die Verabschiedung des Kölner Erzbischofs Joachim Meisner in Münster.

Franz-Peter Tebartz-van Elst (links) ist auf der Gästeliste von Joachim Meisners (rechts) Abschiedsfeier. dpa

Franz-Peter Tebartz-van Elst (links) ist auf der Gästeliste von Joachim Meisners (rechts) Abschiedsfeier.

LimburgDer beurlaubte Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist als Gast zur Verabschiedung des Kölner Erzbischofs Joachim Meisner am Sonntag geladen. Tebartz-van Elst stehe auf der vom Erzbistum Köln veröffentlichten Gästeliste, sagte ein Sprecher in Limburg am Samstag auf dpa-Anfrage. Er wisse aber nicht, ob der Bischof tatsächlich teilnehmen werde.

Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ über den möglichen Besuch berichtet. Es wäre einer der ersten öffentlichen Auftritte des umstrittenen Bischofs in Deutschland seit der Beurlaubung durch Papst Franziskus im vergangenen Oktober. Tebartz-van Elst steht massiv in der Kritik, weil seine neue Bischofsresidenz mindestens 31 Millionen Euro kostet.

Wer Limburg bei der Frühjahrskonferenz der deutschen katholischen Bischöfe ab Montag in Münster vertreten wird, ist nach wie vor unklar. Der Bistumssprecher konnte dazu keine Angaben machen. Tebartz-van-Elst ist als Bischof Mitglied der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). In den vergangenen Monaten hatte ihn Generalvikar Wolfgang Rösch mit einem Mandat des Vatikans in der DBK vertreten. Rösch werde in Münster nur teilnehmen, wenn Tebartz-van-Elst sich gegen eine Teilnahme entschließe, sagte der Sprecher.

Der Limburger Bischof ist in einer Auszeit außerhalb des Bistums, die ihm der Papst verordnet hat. Anlass war heftige Kritik an seinem Führungsstil und den explodierten Kosten für die Residenz. Ein Bericht zu den Baukosten liegt dem scheidenden DBK-Vorsitzenden Robert Zollitsch und dem Vatikan vor, ist aber noch nicht veröffentlicht worden. Über die Zukunft von Tebartz-van Elst muss Papst Franziskus entscheiden.

Von

dpa

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