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13.01.2015

12:47 Uhr

Absturz der Air-Asia-Maschine

Taucher bergen Stimmenrekorder

Taucher haben den Stimmrekorder der abgestürzten Air-Asia-Maschine geborgen. Experten beginnen nun mit der Auswertung. Das kann bis zu einem Monat dauern.

AirAsia-Flug QZ8501

Video zeigt Bergung des Stimmenrekorders

AirAsia-Flug QZ8501: Video zeigt Bergung des Stimmenrekorders

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JakartaZwei Wochen nach dem Absturz der AirAsia -Passagiermaschine vor der indonesischen Küste haben Taucher auch den zweiten Flugschreiber geborgen. Taucher fanden den Flugschreiber, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, eingeklemmt unter einem Stück des Tragflügels.

Sie mussten das schwere Metallteil erst mit Luftkissen anheben, ehe sie die Box am Morgen heben konnten. 24 Stunden vorher war an gleicher Stelle, rund 180 Kilometer südwestlich der Küste Borneos, bereits der Datenschreiber geborgen worden. Er enthält automatische Messungen wie Höhe, Geschwindigkeit und Neigungswinkel der Maschine.

Wie auch der am Montag geborgene Flugdatenschreiber wurde der Stimmenrekorder nach Jakarta zur Auswertung gebracht, die bis zu einem Monat dauern kann. Von den Daten erhoffen sich die Ermittler Hinweise auf die Unglücksursache.

Das Verschwinden von Air Asia Flug 8501

Start

Flug Air Asia 8501 hebt am Sonntagmorgen um 05.31 Uhr Ortszeit (23.31 Uhr MEZ) vom Flughafen Surabaya ab und nimmt Kurs auf Singapur.

Quelle: AP

Letzter Funkkontakt

Der Pilot und die Bodenkontrolle der indonesischen Luftfahrtbehörden haben um 06.31 Uhr letztmals Kontakt. Der Pilot bittet um Erlaubnis, den Kurs nach links zu ändern und auf eine Höhe von 34.000 Fuß (10.360 Meter) zu steigen, um Wolken zu umfliegen. Ein Notsignal aus dem Cockpit gab es jedoch nicht, wie Djoko Murjatmodjo sagte, Indonesiens amtierender Generaldirektor für Transport.

Kein Kontakt mehr

Nach Angaben der Fluggesellschaft Air Asia ist der Airbus A320-200 zum Zeitpunkt des letzten Kontakts auf der vorgesehenen Flugroute. Nach Murjatmodjos Worten wird vermutet, dass der Flieger über der Javasee verschwand, und zwar zwischen Tanjung Pandan auf der Insel Belitung und Pontianak auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo.

Suche startet

Die drei umliegenden Staaten Indonesien, Singapur und Malaysia starten eine Suchmission. Drei indonesische Flugzeuge werden zur mutmaßlichen Stelle des Verschwindens entsandt, Singapur stellt zwei C-130-Flugzeuge.

Angehörige am Flughafen

Dutzende Angehörige der Menschen an Bord des vermissten Flugzeugs strömen zum Flughafen Surabaya und warten in einem Raum gemeinsam auf Nachricht.

Air-Asia-Chef meldet sich via Twitter

Der malaysische Chef von Air Asia, Tony Fernandes, meldet sich über Twitter zu Wort: „Danke für eure Gedanken und Gebete. Wir müssen stark bleiben.“ Später kündigt er an, selbst nach Surabaya zu reisen.

Sämtliche Daten müssen mit der vorgesehenen Flugroute, der von den Fluglotsen autorisierten Route sowie Wetterkarten verglichen werden. Die Indonesier ziehen unter anderem Spezialisten der französischen Behörde für Flugsicherheit (BEA) zurate. Sie hatten die Datenschreiber der 2009 im Atlantik abgestürzten Air-France-Maschine AF447 ausgewertet und 2012 nachgewiesen, dass der Unfall durch technische Probleme und Pilotenfehler verursacht worden war.

Für Verwirrung sorgte die Theorie eines Einsatzleiters bei der Bergung, der australischen Medien sagte, die Maschine könnte vor dem Aufprall auf dem Wasser explodiert sein. Die indonesische Behörde für Transportsicherheit wies solche Spekulationen zurück.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember 2014 aus bislang unbekannten Gründen in die Javasee gestürzt. An Bord waren 162 Menschen. Niemand überlebte. Die Maschine war auf einem gut zweistündigen Flug von Surabaya auf der Insel Java nach Singapur. Die meisten Menschen an Bord waren Indonesier.

Bis zum Dienstag waren 48 Leichen geborgen worden. Ob weiter nach dem Rumpf der Maschine gesucht wird, war unklar. Der Chef der Einsatzkräfte, Bambang Sulistyo, sprach davon, die Bergungsaktion „herunterzufahren“.

„Wir wissen, dass die Familien Erwartungen haben. Ich weiß, wie sie sich fühlen, aber wir müssen auch im Auge behalten, inwieweit diese Bergungsaktion noch effektiv ist.“

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