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31.01.2017

10:45 Uhr

Absturz von Flug 4U9525

US-Familie verklagt Germanwings nach Todesflug

Am 24. März 2015 flog der Co-Pilot Andreas L. seine Maschine mit 149 Menschen an Bord absichtlich in einen Berg. Angehörige aus den USA haben nun Klage gegen Lufthansa, Germanwings und United Airlines eingereicht.

Eine Gedenktafel erinnert vor der Zentrale der Fluggesellschaft Germanwings in Köln an das Unglück des Germanwings Fluges 4U 9525. dpa

Gedenktafel erinnert an Absturzopfer

Eine Gedenktafel erinnert vor der Zentrale der Fluggesellschaft Germanwings in Köln an das Unglück des Germanwings Fluges 4U 9525.

WashingtonUS-Familienangehörige von zwei Opfern des von dem Piloten Andreas L. herbeigeführten Flugzeugabsturzes haben Klage gegen Lufthansa, Germanwings und United Airlines eingereicht. Die am Montag vor einem Bezirksgericht in Virgina eingebrachte Schrift beschuldigt die Fluggesellschaften der widerrechtlichen Tötung. Yvonne S. und ihre Tochter Emily waren ums Leben gekommen, als L. die Germanwings-Maschine vor rund zwei Jahren in den französischen Alpen abstürzen ließ. Die Frauen waren die einzigen amerikanischen der insgesamt 150 Opfer.

In der Klage wird argumentiert, Lufthansa und ihre Tochter hätten fahrlässig gehandelt, weil die Richtlinien der Fluggesellschaften nicht vorsehen, dass zu jeder Zeit zwei Crewmitglieder im Cockpit der Maschine sitzen müssen. Für US-Fluglinien ist dies seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 verpflichtend. Neben Germanwings und Lufthansa richtet sich die Klage auch gegen United, weil diese die entsprechenden Flugtickets an die Opfer verkauft hat. Die Unternehmen haben ein Abkommen, mit dem Flüge der jeweils anderen Gesellschaften gebucht werden können.

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Vor einem Jahr steuerte ein depressiver Co-Pilot die Germanwings-Maschine in den Abgrund, 149 Menschen starben. Die Auswirkungen auf den Mutterkonzern, die Lufthansa, waren groß. Es herrscht ein anderes Selbstverständnis.

United kündigte an, sich zu verteidigen. Lufthansa reagierte zunächst nicht auf die Anfrage. Am 24. März 2015 hatte L. den zweiten Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt, die Türen verriegelt und die Maschine gegen eine Bergwand gesteuert.

Von

ap

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