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23.05.2016

20:27 Uhr

Absturz von MS804

Identifizierung der Opfer des Egypt-Air-Absturzes hat begonnen

Fünf Tage nach dem Absturz des ägyptischen Verkehrsflugzeugs müssen die Verwandten der Opfer helfen, die Toten zu identifizieren. Die Behörden widersprechen griechischen Darstellungen der Katastrophe.

Von dem Airbus blieben nach dem Absturz nur noch Trümmer übrig. Jetzt wird versucht, die 66 Opfer zu identifizieren. dpa

Absturz von EgyptAir MS804

Von dem Airbus blieben nach dem Absturz nur noch Trümmer übrig. Jetzt wird versucht, die 66 Opfer zu identifizieren.

KairoIn Ägypten hat die Identifizierung der ersten Opter des abgestürzten Egypt-Air-Flugzeuges begonnen. Fünf Tage nach der Katastrophe seien menschliche Überreste in eine Leichenhalle in Kairo gebracht worden, teilte der Chef der Fluggesellschaft, Safwat Masalam, am Montag mit. Dort würden DNA-Proben genommen. Verwandte der Opfer gaben Gewebeproben für einen Abgleich ab, wie ein Sicherheitsbeamter sagte.

Die Ursache für den Absturz des Airbus A320 mit 66 Menschen an Bord ist noch nicht geklärt. Die staatliche Luftverkehrsaufsicht Ägyptens teilte mit, die Maschine sei den Radaraufzeichnungen zufolge vor ihrem Verschwinden nicht ins Schlingern geraten und habe auch keine Höhe verloren. In den Minuten vor dem Absturz sei sie auf der normalen Höhe von 37.000 Fuß geflogen.

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Das entkräfte das, „was die Griechen darüber sagen, dass das Flugzeug plötzlich an Höhe verloren habe, bevor es vom Radar verschwand“, sagte Behördenchef Ehab Asmy der Nachrichtenagentur AP. Der griechische Verteidigungsminister Panos Kammenos hatte erklärt, das Flugzeug sei getrudelt und auf 10.000 Fuß abgesackt, bevor der Kontakt abriss.

Nach Darstellung der griechischen Flugbehörden war alles in Ordnung, bis zu dem Zeitpunkt, als die Aufsicht an die ägyptischen Fluglotsen übergeben werden sollte. Der Pilot habe auf deren Funkspruch nicht reagiert, dann sei die Maschine verschwunden. „Es gab keine Wende nach rechts oder links“, sagte Asmy. Noch eine oder zwei Minuten nach dem Eintritt in den ägyptischen Luftraum seien keine Probleme ersichtlich gewesen.

Das Flugzeug war am Donnerstagmorgen auf dem Weg von Paris nach Kairo verschwunden. Ägyptische Behörden schließen einen Terrorakt nicht aus. Nach Trümmern und vor allem nach den Flugschreibern wird nach wie vor im Mittelmeer zwischen dem ägyptischen Alexandria und der griechischen Insel Kreta gesucht. Am Montag schloss sich ein französisches Spezialschiff der Suche an. Es verfügt nach Angaben der Marine über ein spezielles Sonargerät, dass die Signale der Flugschreiber auffangen kann, die in 2400 bis 3000 Metern Tiefe vermutet werden.

Von

ap

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