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25.02.2013

06:30 Uhr

Academy Awards

Ben Affleck macht den besten Film

Der Schauspieler und Regisseur Ben Affleck hat sich bei den Oscars mit seinem Werk „Argo“ durchgesetzt. Bester Schauspieler ist Daniel Day-Lewis, beste Darstellerin Jennifer Lawrence. Auch zwei Österreicher räumen ab.

Jennifer Lawrence (Mitte) nimmt Glückwünsche für ihren Oscar als beste Schauspielerin entgegen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle im Film „Silver Linings“. AP/dpa

Jennifer Lawrence (Mitte) nimmt Glückwünsche für ihren Oscar als beste Schauspielerin entgegen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Rolle im Film „Silver Linings“.

Los AngelesDer Thriller „Argo“ hat den Oscar als bester Film gewonnen. Der Film von Regisseur Ben Affleck um eine CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln im Iran beruht auf wahren Begebenheiten. Bei der 85. Oscar-Verleihung in Hollywood in der Nacht zu Montag holte Argo zudem Oscars in den Kategorien adaptiertes Drehbuch und Schnitt.

Ergriffen war das Publikum, als Ben Affleck mit seinem Koproduzenten George Clooney den Oscar entgegennahm. First Lady Michelle Obama war live zugeschaltet und verkündete den Gewinner. Der 40-Jährige hatte bereits 1997 einen Drehbuch-Oscar für „Good Will Hunting“ gewonnen, doch danach hing seine Karriere über Jahre hinweg durch. „Ich habe nie gedacht, dass ich mal wieder hier oben stehen würde“, sagte Affleck. „Es ist egal, wenn du im Leben mal unten bist. Es ist nur wichtig, dass du wieder hochkommst.“

Einen besonderen Rekord stellte Daniel Day-Lewis auf: Er wurde als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in dem historischen Drama „Lincoln“ ausgezeichnet und holte damit als erster Schauspieler dreimal den Oscar in dieser Kategorie. Als beste Hauptdarstellerin wurde die Schauspieler Jennifer Lawrence („Silver Linings“) ausgezeichnet. Beste Nebendarstellerin ist Anne Hathaway („Les Misérables“).

Der Österreicher Christoph Waltz hat zum zweiten Mal einen der begehrten Filmpreise gewonnen. Der deutsch-österreichische Schauspieler erhielt am Sonntagabend in Los Angeles die Auszeichnung als bester Nebendarsteller für seine Rolle in dem Neowestern „Django Unchained“ von Quentin Tarantino. Bereits 2010 hatte Waltz als teuflischer SS-Offizier im Tarantino-Film „Inglourious Basterds“ den Nebenrollen-Oscar geholt.

Mit seiner Darstellung Abraham Lincolns überzeugte Daniel Day-Lewis die Jury. Er gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller. AP/dpa

Mit seiner Darstellung Abraham Lincolns überzeugte Daniel Day-Lewis die Jury. Er gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller.

Waltz spielt in „Django Unchained“ den Kopfgeldjäger Dr. King Schultz aus Düsseldorf, der einem befreiten Sklaven in den Jahren vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg dabei hilft, seine Frau aus den Händen eines ruchlosen Plantagenbesitzers zu befreien. „Meine unbegrenzte Dankbarkeit gilt Dr. King Schultz“, sagte Waltz. Damit meine er natürlich Tarantino als Schöpfer dieses Filmcharakters. „Wir haben an einer Heldenreise teilgenommen, und dieser Held war Quentin“, sagte der Schauspieler weiter.

Die Preisträger aus dem vergangenen Jahr

Bester Film

Der Thriller „Argo“ hat den Oscar als bester Film gewonnen. Der Film von Regisseur Ben Affleck um eine CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln im Iran beruht auf wahren Begebenheiten.

Beste Regie

Fast noch mehr als Ang Lee strahlt seine Frau, der er für 30 Jahre Ehe dankt. Der 58-Jährige erhält den Oscar für die beste Regie für „Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger“.

Bester Hauptdarsteller

Standing Ovations für Daniel Day-Lewis: Der 55-Jährige erhält den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Rolle in „Lincoln“. Der irisch-britische Schauspieler ist gerührt, findet aber Zeit für Scherze: Eigentlich sei Meryl Streep (63) für die Rolle des Abraham Lincoln vorgesehen gewesen, er habe stattdessen Margaret Thatcher spielen wollen.

Beste Hauptdarstellerin

Jennifer Lawrence wurde für ihre Rolle in „Silver Linings“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Bester Nebendarsteller

Christoph Waltz ist atemlos und kämpft mit den Tränen - in der einen Hand den Oscar des besten Nebendarstellers für seine Rolle in „Django Unchained“, in der anderen den Umschlag, der seinen Namen enthalten hat.

Beste Nebendarstellerin

Anne Hathaway holte den Nebendarsteller-Oscar für das Musical „Les Misérables“.

Bester nicht-englischsprachiger Film

Regisseur Michael Haneke dankt seiner Liebe: „Du bist die Mitte meines Lebens“, sagte er in seiner Rede zu seiner Ehefrau. Für „Liebe“ gewann Haneke den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film. Aber auch ohne die Schauspieler wäre er jetzt nicht hier, so der 70-Jährige.

Bester Kamera und beste Spezialeffekte

„Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ hat einen Lauf. Der Film erhält hintereinander den Oscar für die beste Kamera und die besten Spezialeffekte. Insgesamt war das 3D-Märchen elfmal nominiert.

Beste Filmmusik

Aller guten Dinge sind drei. „Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger“ erhält den Oscar für die beste Filmmusik. Bestes Filmlied wird „Skyfall“ von Adele Adkins und Paul Epworth aus dem gleichnamigen James Bond-Film. Kurz kämpft Adele mit den Tränen, dann überwiegt das Strahlen. Die Hauptdarsteller von „Chicago“ überreichen die Preise. Das Filmmusical hatte vor zehn Jahren den Oscar für den besten Film bekommen.

Drehbuch und Schnitt

Zwei weitere Auszeichnungen für „Argo“. Der „beste Film“ bekam zudem Oscars in den Kategorien adaptiertes Drehbuch und Schnitt.

Der 56-jährige Waltz setzte sich gegen die Hollywood-Größen Tommy Lee Jones („Lincoln“) und Robert de Niro („Silver Linings“) durch. Ebenfalls für den Oscar als bester Nebendarsteller nominiert waren Alan Arkin („Argo“) und Philip Seymour Hoffman („The Master“).

Christoph Waltz bekam am Abend seinen zweiten Oscar. AFP

Christoph Waltz bekam am Abend seinen zweiten Oscar.

Auch der Oscar für den besten fremdsprachigen Film ging nach Österreich: Die Trophäe erhielt der von Deutschland koproduzierte Film „Liebe“ („Amour“) des Regisseurs Michael Haneke. Der Filmemacher dankte insbesondere seinen Hauptdarstellern Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant. „Ohne sie würde ich hier nicht stehen“, sagte er.

Kommentare (2)

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25.02.2013, 08:39 Uhr

Zum Glück habe ich mir diese Propagandaveranstaltung nicht angetan. Da bekommen nur die Leute einen Preis, die sich diesem System beugen.

Und wenn sogar total überbewertete Schauspieler wie Ben Affleck einen Oscar bekommen, dann sieht es wirklich schlecht um Hollywood aus. Spätestens seid dem Film "Pearl Harbour" sollte jedem klar sein, was für ein Systemling dieser Ben Affleck ist.

Account gelöscht!

25.02.2013, 08:55 Uhr

System, System, System! Überall werden nur noch "Systeme" gesehen!!! Schon mal in sein eigenes "System" gehorcht?

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