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24.02.2015

19:29 Uhr

Achenbach-Prozess

Betrugsprozess gegen Achenbach auf der Zielgeraden

13 Verhandlungstage hat der angeklagte Kunstberater Helge Achenbach hinter sich. Ein Teil der Vorwürfe wurde als weniger schwerwiegend fallen gelassen. In Kürze beginnen die Plädoyers in dem spektakulären Betrugsprozess.

In Kürze beginnen im Betrugsprozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach die Plädoyers. dpa

Prozess auf der Zielgeraden

In Kürze beginnen im Betrugsprozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach die Plädoyers.

EssenNach zweieinhalb Monaten steht der spektakuläre Betrugsprozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach vor dem Abschluss. Das Landgericht Essen stellte am Dienstag mehrere Anklagepunkte vorläufig ein und kündigte das Plädoyer der Staatsanwaltschaft für Donnerstag an.

Der Vorsitzende Richter Johannes Hidding folgte mit der Teileinstellung einem Vorschlag der Staatsanwaltschaft. Dabei geht es um vier von 14 Kunstverkäufen an den 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht, bei denen Achenbach betrogen haben soll.

Diese vier Fälle betreffen den Verkauf je eines Bildes von Oskar Kokoschka und Ernst Ludwig Kirchner („Mutter und Sohn“) sowie von zwei Arbeiten von Gerhard Richter („Maria“ und „Tisch“). Die Vorgänge könnten nicht so rasch aufgeklärt werden und fielen bei der zu erwartenden Gesamtstrafe nicht ins Gewicht, hatte die Staatsanwaltschaft erklärt.

Achenbach (62) soll Albrecht bei insgesamt 22 Kunst- und Oldtimerverkäufen um rund 23 Millionen Euro betrogen haben. Außerdem soll er zusammen mit seinem mitangeklagten Ex-Geschäftspartner zwei weitere vermögende Kunden um einen Millionenbetrag geschädigt haben. Einen der Kunden, den Pharma-Unternehmer Christian Boehringer, hatte Achenbach entschädigt. In dem zweiten Fall komme möglicherweise nur versuchter Betrug in Betracht, sagte Richter Hidding.

Achenbach-Prozess: Eine Frage des Preises

Achenbach-Prozess

Eine Frage des Preises

Zwei Künstler sagen im Prozess gegen den Kunstberater Helge Achenbach aus: der Bildhauer Tony Cragg und der Fotograf Benjamin Katz. Ihre Aussagen vermitteln tiefe Einblicke in die Preise beim Weiterverkauf von Kunst.

Achenbach hatte zu Beginn des Prozesses ein Teilgeständnis abgelegt, die Betrugsvorwürfe bei den Oldtimerverkäufen aber zurückgewiesen. Ihm werden auch Urkundenfälschung und Untreue vorgeworfen. In einem Zivilprozess hatte das Landgericht Düsseldorf Achenbach bereits zu einer Schadensersatzzahlung in Höhe von fast 20 Millionen Euro an die Familie von Berthold Albrecht verurteilt.

Von

dpa

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