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07.04.2015

09:47 Uhr

Älteste Frau der Welt gestorben

Gertrude Weaver wollte Obama als Geburtstagsgast

Der älteste Mensch der Welt ist tot. Nur sechs Tage hatte Gertrude Weaver den Titel getragen – und Barack Obama bei ihrer Party erwartet. Weavers Tipps für ein langes Leben: Feuchtigkeitscreme, Liebe, gesundes Essen.

Gertrude Weaver ist im Alter von 116 Jahren in einem US-Pflegeheim gestorben. ap

Gertrude Weaver

Gertrude Weaver ist im Alter von 116 Jahren in einem US-Pflegeheim gestorben.

Little RockDer älteste bekannte Mensch der Welt ist im Alter von 116 Jahren gestorben. Gertrude Weaver schied am Montagvormittag in einem Pflegeheim in Camden im US-Staat Arkansas aus dem Leben, wie das Bestattungsinstitut William Funeral Home bestätigte. Erst vor wenigen Tagen war Weaver zum ältesten Mensch des Planeten erklärt worden, nachdem die 117-jährige Japanerin Misao Okawa in der vergangenen Woche gestorben war.

Weaver wurde 1898 als Tochter von Farmpächtern im Südwesten von Arkansas geboren. Ihr Alter stellte das in Los Angeles ansässige gerontologische Forschungsinstitut GRG anhand von Volkszählungsdaten fest. Zudem zogen die Wissenschaftler eine Heiratsurkunde von 1915 zurate, auf der Weaver damals als 17-Jährige aufgeführt wurde.

Geboren 1898: Ältester Mensch der Welt gestorben

Geboren 1898

Ältester Mensch der Welt gestorben

Seit Februar 2013 galt sie als älteste Frau der Welt, nun ist Misao Okawa verstorben. Mit ihren 117 Jahren – Geburtsjahrgang 1898 – hat die Japanerin in ihrem Leben drei Jahrhunderte mitbekommen.

Andere Aufzeichnungen deuteten daraufhin, dass sie vermutlich im April Geburtstag hatte. Da sich dies aber nicht bestätigen ließ, benutzte GRG einfach den Tag, an dem Weaver immer ihren Ehrentag begangen hatte: den 4. Juli, den amerikanischen Unabhängigkeitstag.

Als Weaver starb, hätten Mitarbeiter ihres Pflegeheims und mehrere Bürger mitten in den Planungen für eine Party anlässlich ihres 117. Geburtstags gesteckt, berichtete die Bürgermeisterin von Camden, Marie Trisollini. Noch vergangene Woche sagte Weaver, dass sie gerne Präsident Barack Obama zu ihrer Fete einladen würde. Schließlich habe sie zwei Mal für ihn gestimmt.

Überhaupt schien Weaver in ihren letzten Tagen nicht aus dem Feiern herauszukommen. Sie habe vergangene Woche mit ihr gesprochen, als ihre Zimmergenossin ihren 100. Geburtstag gefeiert habe, erzählt Bürgermeisterin Trisollini. Weaver habe auf der Party relativ keck und aufgeräumt gewirkt. „Als man sie nach Ratschlägen für ein langes Leben fragte, sagte sie: 'Benutze eine Menge Feuchtigkeitscreme für die Haut, sei nett zu jedem, liebe deinen Nachbarn und esse Selbstgekochtes. Iss nicht in Fast-Food-Restaurants.“


Von

ap

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