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20.08.2013

13:34 Uhr

Afghanistan-Massaker

Strafmaß für US-Soldaten wird verhandelt

Der Unteroffizier Bales hat 16 Zivilisten in Afghanistan ermordet. Warum er die grausame Tat beging, weiß er jedoch selbst nicht. Nun soll ihm ein Strafmaß zugeteilt werden. Die Todesstrafe kommt nicht in Betracht.

US-Militärgericht

Massaker an afghanischen Zivilisten wird verhandelt

US-Militärgericht: Massaker an afghanischen Zivilisten wird verhandelt

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WashingtonMit einer Anhörung vor einem US-Militärgericht soll vom heutigen Dienstag an das Strafmaß für einen Soldaten gefunden werden, der 2012 in Afghanistan ein Blutbad unter Zivilisten angerichtet hat. Dazu tritt das Militärgericht auf dem Stützpunkt Lewis-McChord im US-Staat Washington zusammen. Es geht darum, ob der Unteroffizier Robert Bales lebenslange Haft erhält oder vielleicht schon nach zehn Jahren auf Bewährung entlassen werden kann.

Der heute 40-Jährige hatte sich im Juni schuldig bekannt, 2012 in der Provinz Kandahar in einer Nacht 16 Menschen erschossen und sechs weitere angegriffen zu haben. Unter den Opfern waren neun Kinder. Elf der Toten stammen aus einer Familie. Nach dem Blutbad verbrannte Bales die Leichen der Opfer. Mit dem Schuldbekenntnis vermied der Amerikaner einen Prozess, in dem ihm die Todesstrafe gedroht hätte.

Die Anhörung dürfte mehrere Tage dauern. CBS NEWS zufolge werden Bales und aus Afghanistan eingeflogene Zeugen aussagen.

Bales hatte sich in der Nacht zum 12. März 2012 aus seinem Militärstützpunkt geschlichen und dann in einem nahe gelegenen Dorf in Häuser auf Bewohner geschossen, viele von ihnen lagen im Schlaf. Im Zuge des Verfahrens gab Bales an, am posttraumatischen Stresssyndrom zu leiden und vor dem Massaker Alkohol und Tabletten zu sich genommen zu haben. Zum Zeitpunkt seines Amoklaufs diente der US-Soldat bereits zum vierten Mal in Folge in einem Kriegseinsatz.

Er habe sich bereits eine Million mal gefragt, warum er diese Menschen getötet habe, sagte der Angeklagte auf eine Frage des Richters. „Es gibt keinen vernünftigen Grund auf dieser Welt, warum ich diese schrecklichen Dinge getan habe.“

Von

dpa

Kommentare (2)

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Numismatiker

20.08.2013, 14:00 Uhr

Er wird mit einer lächerlichen Strafe davonkommen. Die Army schützt ihre Leute. Für die Army gelten die GEsetze nicht.

Wohingegen "gefährliche Staatsfeinde" wie B. Manning oder E. Snowden für ihr gesamtes Restleben eingesperrt werden, weil sie die Untaten des US-Militärkomplexes publik machen.

Andreas

20.08.2013, 14:24 Uhr

Wenn er wirklich ein posttraumatisches Stresssyndrom hat, dann gehört er in eine geschlossene Klinik und nicht in den Knast.

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