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25.07.2014

13:25 Uhr

Air-Algérie-Maschine

Paris hält Wetter für wahrscheinlichste Absturzursache

Die französische Regierung geht nach dem Fund der in Mali abgestürzten Passagiermaschine nicht von einem Abschuss durch eine Rakete aus. Bis zum Abschluss der Ermittlungen solle aber nichts ausgeschlossen werden.

An Bord der am Donnerstag abgestürzten Air-Algérie-Maschine waren nach jüngsten Erkenntnissen 116 Menschen, darunter 51 Franzosen und 4 Deutsche. AFP

An Bord der am Donnerstag abgestürzten Air-Algérie-Maschine waren nach jüngsten Erkenntnissen 116 Menschen, darunter 51 Franzosen und 4 Deutsche.

ParisDas in Mali abgestürzte Passagierflugzeug der nordafrikanischen Air Algerie ist nach Erkenntnissen der französischen Regierung wahrscheinlich wegen eines Unwetters verunglückt. Die Maschine sei erst beim Aufprall zerschellt, sagten Regierungsmitglieder am Freitag in Paris. Niemand der 116 Menschen an Bord habe überlebt. Verkehrsminister Frederic Cuvillier sagte, ein Anschlag sei auszuschließen. Von den 116 Menschen an Bord kamen allein 51 aus Frankreich. Zudem waren auch vier Deutsche, zwei Luxemburger und ein Schweizer in der Unglücksmaschine. Das Flugzeug vom Typ McDonnell Douglas MD-83 war im westafrikanischen Burkina Faso gestartet und sollte nach Algier fliegen. Bereits am Donnerstag war bekanntgeworden, dass die Besatzung wegen eines Unwetters um eine Kursänderung gebeten hatte.

Cuvillier sagte im Fernsehsender France 2, die Trümmerteile seien auf einem kleinen Gebiet verstreut. Etwa 100 französische Soldaten mit 30 Fahrzeugen trafen am Freitagmorgen an der Absturzstelle ein und begannen nach Angaben des französischen Präsidenten Francois Hollande mit ersten Ermittlungen. Einer der Flugschreiber sei bereits geborgen und werde nun schnell ausgewertet.

Die Absturzstelle befindet sich in Mali nahe der Stadt Gossi. Frankreich hat Tausende Soldaten in dem westafrikanischen Land stationiert, um die Regierung im Kampf gegen islamistische Aufständische zu unterstützen. Air France kündigte an, sie werde das Unglücksgebiet vorläufig nicht mehr überfliegen.

In der Luftfahrtbranche herrscht große Nervosität, weil in der vergangenen Woche eine Boeing 777 mit fast 300 Menschen an Bord im Osten der Ukraine vermutlich abgeschossen wurde. Auch dabei gab es keine Überlebende. Für Verunsicherung hat auch der Beschuss des Flughafens Tel Aviv vom Gazastreifen aus gesorgt. Viele Fluggesellschaften sagten daraufhin ihre Flüge nach Israel ab, darunter die Lufthansa und Air Berlin.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr richard roehl

25.07.2014, 10:46 Uhr

War ja klar, schliesslich haben die Russen keine Interessen in dem Gebiet, aber irgendwann sind die auch noch am schlechten Wetter schuld

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