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12.01.2015

12:41 Uhr

Air-Asia-Absturz

Flugschreiber von QZ 8501 geborgen

Ein Suchtrupp konnte die beiden Flugschreiber der Unglücksmaschine QZ 8501 bergen. Auch der Voice Recorder aus dem Cockpit wurde offenbar gefunden. Die Geräte könnten endlich die Ursache des Unglücks klären.

Suche nach Absturzursache

Flugschreiber der Air-Asia-Maschine geborgen

Suche nach Absturzursache: Flugschreiber der Air-Asia-Maschine geborgen

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JakartaTaucher haben in Indonesien am Montag den Flugdatenschreiber der vor zwei Wochen abgestürzten AirAsia-Maschine geborgen. Ein Marineschiff brachte das leuchtend orangefarbene Gerät in einer durchsichtigen Plastikbox zum Militärflughafen Iskandar in Pangkalan Bun auf der Insel Borneo. Es soll in den nächsten Tagen in der Hauptstadt Jakarta ausgewertet werden.

In der Nähe der Fundstelle wurde außerdem ein Ultraschallsignal aufgefangen, das aller Wahrscheinlichkeit nach von dem zweiten Flugschreiber stamm, der die Gespräche im Cockpit aufzeichnet, wie Einsatzleiter Suryadi Supriyadi sagte. Taucher fanden das Gerät in dem 30 Meter tiefen Wasser zunächst aber nicht.

Der Airbus A320 der Billigfluglinie mit der Flugnummer QZ8501 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem zweistündigen Flug von Surabaya auf der indonesischen Insel Java nach Singapur aus bislang unbekannten Gründen abgestürzt. Niemand überlebte.

Schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt

Schwarzes Jahr

Bei Luftfahrtkatastrophen waren in diesem Jahr zuvor bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Damit starben allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013. Laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln war 2013 aber auch ein besonders sicheres Jahr: Bei 17 Unfällen starben insgesamt 224 Menschen. Zwischen 2003 und 2012 starben bei Flugzeugunglücken demnach im Schnitt jährlich 703.

Quelle: AFP

8. März

Die schwarze Serie beginnt am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

17. Juli

Rund vier Monate später trifft es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzt über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

23. Juli

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kommen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzt. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück.

24. Juli

Nur einen Tag später verschwindet eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück. Paris vermutet schlechtes Wetter als Unglücksursache.

28. Dezember

Acht Monate nach dem Verschwinden von Flug MH370 bricht erneut jeder Kontakt zu einem malaysischen Passagierflugzeug ab. Ein Flugzeug der Air Asia mit 162 Menschen an Bord verschwand auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Zuvor hatte der Pilot des Airbus A320-200 die indonesische Luftverkehrskontrolle wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute gebeten. Wenige Tage später werden Leichen und Trümmerteile entdeckt.

Der Flugschreiber sei allem Anschein nach in gutem Zustand, sagte der Chef der Behörde für Transportsicherheit, Tatang Kurniadi. Er werde in den nächsten Tagen in Jakarta ausgewertet, zusammen mit Experten aus Singapur und Frankreich: „Es wird zwei, drei Tage dauern, die Daten herunterzuladen. Aber sie auszuwerten dauert länger.“

Insgesamt seien 81 Taucher vor Ort, berichtete Militärchef Moeldoko. „Ich habe keinen Zweifel, dass wir alles finden werden, auch den zweiten Flugschreiber“, meinte er. „Es ist nur eine Frage der Zeit, und es wird nicht lange dauern.“ Starke Strömungen haben die Bergung von Wrackteilen und Leichen bislang behindert. Bis Montag wurden 48 Leichen gefunden.

Ermittler erhoffen sich von der Auswertung der Flugschreiber Aufschluss über die Absturzursache. Kurz bevor die Maschine vom Radar verschwand, hatte der Pilot um Erlaubnis für eine Kursänderung gebeten, um Gewitterwolken zu umfliegen. In der Nähe waren aber mindestens sechs weitere Maschinen unterwegs, die trotz Unwetters unversehrt an ihren Zielflughäfen ankamen.

Von

dpa

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