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07.01.2015

09:48 Uhr

Air-Asia-Flugzeug

Heck des abgestürzten Airbus gefunden

Endlich haben Spezialisten das Heck der abgestürzten Air-Asia-Maschine in Indonesien identifiziert. Die Bergung vom Meeresboden ist aber kompliziert. Von den Flugschreibern fehlt zunächst noch jede Spur.

AirAsia-Absturz

Heck der abgestürtzten AirAsia-Maschine gefunden

AirAsia-Absturz: Heck der abgestürtzten AirAsia-Maschine gefunden

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JakartaDurchbruch bei der Flugzeugwrack-Suche in Indonesien: Die Einsatzkräfte haben am Mittwoch das wichtige Heckteil der abgestürzten Air-Asia-Maschine in der Javasee eindeutig identifiziert. Der Airbus A320 war am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von Indonesien nach Singapur rund 40 Minuten nach dem Start ins Meer vor Borneo gestürzt.

„Ich kann bestätigen, dass wir das Heck der Maschine gefunden haben“, sagte Einsatzleiter Bambang Sulistyo. Die Identifizierung erfolgte nach seinen Angaben mit einem ferngesteuerten Unterwasser-Vehikel. Jetzt werde mit Hochdruck nach den Flugschreibern, den sogenannten Blackboxen, gesucht, die sich bei einem Airbus A320 im Heckteil befinden. „Wenn es das richtige Heckteil ist, müssten die Blackboxen dort sein“, twitterte der Chef der Fluglinie Air Asia, Tony Fernandes.

Die Flugschreiber zeichnen Gespräche im Cockpit und technische Daten der Maschine auf und sind so gebaut, dass sie Abstürze intakt überstehen. Die Ermittler warten dringend auf die Auswertung und erhoffen sich Aufschluss über die Absturzursache. Der Pilot hatte keinen Notruf abgesetzt. Bekannt ist nur, dass er um eine Kursänderung bat, um Gewitterwolken zu umfliegen. Kurz danach verschwand die Maschine vom Radar.

Die Javasee ist in weiten Teilen weniger als 50 Meter tief. Das macht die Bergung mit Spezialgeräten einfacher als etwa bei der 2009 in den Atlantik gestürzten Air-France-Maschine, die in 4000 Metern Tiefe auf dem Meeresboden lag.

Schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt

Schwarzes Jahr

Bei Luftfahrtkatastrophen waren in diesem Jahr zuvor bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Damit starben allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013. Laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln war 2013 aber auch ein besonders sicheres Jahr: Bei 17 Unfällen starben insgesamt 224 Menschen. Zwischen 2003 und 2012 starben bei Flugzeugunglücken demnach im Schnitt jährlich 703.

Quelle: AFP

8. März

Die schwarze Serie beginnt am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

17. Juli

Rund vier Monate später trifft es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzt über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

23. Juli

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kommen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzt. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück.

24. Juli

Nur einen Tag später verschwindet eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück. Paris vermutet schlechtes Wetter als Unglücksursache.

28. Dezember

Acht Monate nach dem Verschwinden von Flug MH370 bricht erneut jeder Kontakt zu einem malaysischen Passagierflugzeug ab. Ein Flugzeug der Air Asia mit 162 Menschen an Bord verschwand auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Zuvor hatte der Pilot des Airbus A320-200 die indonesische Luftverkehrskontrolle wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute gebeten. Wenige Tage später werden Leichen und Trümmerteile entdeckt.

Nach Medienberichten konnten aber zunächst auch mit Ortungsgeräten ausgestattete Spezialschiffe keine Ultraschallsignale auffangen, wie die Blackboxen sie mindestens 30 Tage nach einem Unfall aussenden. „Es kann sein, dass die Boxen im Schlamm versunken sind“, zitierten Medien Suryadi Supriyadi von der Such- und Rettungsbehörde, die den Einsatz vom Küstenort Pangkalan Bun auf Borneo aus leitet.

Seit Tagen meldeten Schiffe mit Sonargeräten den Fund größerer Metallobjekte im Absturzgebiet, rund 180 Kilometer südwestlich von Borneo. Eines davon war 18 Meter lang. Ob sie zu der Air-Asia-Maschine gehörten, wurde aber zunächst nicht bestätigt, weil die starke Strömung die Sicht unter Wasser behinderte.

In der Javasee liegen auch zahlreiche Schiffswracks - Überreste eines japanischen Angriffs auf alliierte Schiffe während des Zweiten Weltkriegs. Bis Mittwoch waren 40 Leichen geborgen worden.

Von

dpa

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