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20.01.2015

10:09 Uhr

Air Asia

Terrorattacke bei Flugzeugabsturz ausgeschlossen

Der Cockpit-Rekorder der abgestürzten AirAsia-Maschine ist intakt, die Gespräche der Piloten sind ausgewertet. Zwar geben die Ermittler noch keine Einzelheiten bekannt. Eine Sorge ist aber vom Tisch.

Von der der abgestürzten AirAsia-Maschine wurden inzwischen einige Wrackteile aus dem Meer gezogen. dpa

Von der der abgestürzten AirAsia-Maschine wurden inzwischen einige Wrackteile aus dem Meer gezogen.

JakartaErmittler schließen einen Terroranschlag als Ursache des AirAsia-Absturzes in Indonesien aus. Sie hätten bei einer ersten Auswertung der Flugdatenschreiber keine Anhaltspunkte dafür entdeckt, sagte Nurcahyo Utomo, Ermittler bei der Transportsicherheitsbehörde, am Dienstag: „Wir haben keine Hinweise auf Terrorismus gefunden“. Auf dem Cockpit-Rekorder seien nur die Stimmen der Piloten zu hören.

AirAsia QZ8501 war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur in die Javasee gestürzt. Der Pilot des Airbus A320 setzte keinen Notruf ab. An Bord des Billigfliegers waren 162 Menschen, die alle ums Leben kamen. Taucher fanden die Flugschreiber zwei Wochen nach dem Absturz im Meer. Bis Dienstag wurden 53 Leichen geborgen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich damit weiterhin auf technisches Versagen oder Pilotenfehler. Utomo wollte sich zu den bisherigen Ergebnissen nicht weiter äußern. Ein erster Bericht zur Absturzursache sollte am 28. Januar veröffentlicht werden.

Das Verschwinden von Air Asia Flug 8501

Start

Flug Air Asia 8501 hebt am Sonntagmorgen um 05.31 Uhr Ortszeit (23.31 Uhr MEZ) vom Flughafen Surabaya ab und nimmt Kurs auf Singapur.

Quelle: AP

Letzter Funkkontakt

Der Pilot und die Bodenkontrolle der indonesischen Luftfahrtbehörden haben um 06.31 Uhr letztmals Kontakt. Der Pilot bittet um Erlaubnis, den Kurs nach links zu ändern und auf eine Höhe von 34.000 Fuß (10.360 Meter) zu steigen, um Wolken zu umfliegen. Ein Notsignal aus dem Cockpit gab es jedoch nicht, wie Djoko Murjatmodjo sagte, Indonesiens amtierender Generaldirektor für Transport.

Kein Kontakt mehr

Nach Angaben der Fluggesellschaft Air Asia ist der Airbus A320-200 zum Zeitpunkt des letzten Kontakts auf der vorgesehenen Flugroute. Nach Murjatmodjos Worten wird vermutet, dass der Flieger über der Javasee verschwand, und zwar zwischen Tanjung Pandan auf der Insel Belitung und Pontianak auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo.

Suche startet

Die drei umliegenden Staaten Indonesien, Singapur und Malaysia starten eine Suchmission. Drei indonesische Flugzeuge werden zur mutmaßlichen Stelle des Verschwindens entsandt, Singapur stellt zwei C-130-Flugzeuge.

Angehörige am Flughafen

Dutzende Angehörige der Menschen an Bord des vermissten Flugzeugs strömen zum Flughafen Surabaya und warten in einem Raum gemeinsam auf Nachricht.

Air-Asia-Chef meldet sich via Twitter

Der malaysische Chef von Air Asia, Tony Fernandes, meldet sich über Twitter zu Wort: „Danke für eure Gedanken und Gebete. Wir müssen stark bleiben.“ Später kündigt er an, selbst nach Surabaya zu reisen.

Fischer entdeckten unterdessen das Cockpit nahe der Stelle südwestlich von Borneo, an der auch der Rumpf der abgestürzten Maschine gefunden wurde. Taucher seien unterwegs, um herauszufinden, wie das Teil gehoben werden könne, sagte Einsatzleiter Suryadi Supriyadi. Auch der Rumpf ist noch am Meeresboden. Darin werden zahlreiche Leichen vermutet. Das Teil soll mit Luftkissen angehoben und mit einem Kran von einem Bergungsschiff aus an Bord gehoben werden. Das Wasser ist an der Absturzstelle etwa 30 Meter tief.

Von

dpa

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