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16.06.2011

20:16 Uhr

Air-France-Absturz

Geborgene Leichen in Frankreich eingetroffen

Das Schiff mit den 104 geborgenen Leichen des abgestürzten Air-France-Flugs AF447 ist in Frankreich angekommen. Die Angehörigen sehen die Aktion mit gemischten Gefühlen.

Die „Ile de Sein“ ist mit den 104 geborgenen Leichen des Air-France-Flugs 447 im französischen Bayonne angekommen. Quelle: dapd

Die „Ile de Sein“ ist mit den 104 geborgenen Leichen des Air-France-Flugs 447 im französischen Bayonne angekommen.

ParisMit 104 geborgenen Leichen des Todesflugs Rio-Paris ist das Schiff „Ile de Sein“ am Donnerstag im französischen Hafen Bayonne eingetroffen. Die Behörden hoffen, dass die Untersuchung der Leichen zur Aufklärung der Absturzursache der Air-France-Maschine beitragen kann. Die Aktion lief unter großer Diskretion ab, eine mehrstündige Panne eines Krans hatte Verzögerungen verursacht.

Der Airbus war am 1. Juni 2009 auf einem Nachtflug von Rio nach Paris in einem Unwetter abgestürzt. Alle 228 Menschen an Bord kamen ums Leben, unter ihnen 28 Deutsche.

Von diesem Freitag an sollen in Paris die Opfer per DNA-Analyse identifiziert werden. In den Tagen nach dem Absturz der Maschine waren bereits 50 Leichen geborgen worden. Die Angehörigen hatten sich zuvor mehrfach unterschiedlich zu der Aktion geäußert. Einige von ihnen hätten es vorgezogen, dass die Opfer am Unglücksort ihre letzte Ruhestätte finden.

Die Unfallermittler werten derzeit die Flugschreiber aus, die in knapp 4000 Metern Tiefe gefunden worden waren. Nach ersten Erkenntnissen hatten die Piloten des Fluges AF447 aus unerklärlichen Gründen nicht auf Warnungen im Cockpit reagiert, als das Flugzeug nach einem Strömungsabriss an den Tragflächen in einem knapp vierminütigen Sinkflug aus 11.500 Metern Höhe ins Meer stürzte.

Von

dpa

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