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07.02.2015

13:52 Uhr

AirAsia Flugzeugabsturz

Taucher bergen Leiche des Kopiloten

Er saß noch in seinem Sitz: Mehr als einen Monat nach dem Absturz des AirAsia-Airbus haben indonesische Taucher die Leiche eines Piloten gefunden. Die Zahl der geborgenen Todesopfer stieg damit auf 101.

Flugschreiber ausgewertet

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JakartaIndonesische Taucher haben die Leiche eines Piloten aus dem in die Javasee gestürzten AirAsia-Flugzeug geborgen. Sie wurde angeschnallt im Cockpit entdeckt, wie der Chef der Nationalen Such- und Rettungsbehörde, Bambang Sulistyo, am Samstag sagte.

Unklar blieb zunächst, ob es sich dabei um den indonesischen Flugkapitän oder um seinen französischen Co-Piloten handelte. Die Leiche sei sehr stark verwest. Taucher wollen auch die Leiche des zweiten Piloten bergen. Auch er soll sich noch im Cockpit des Airbus A320 befinden. Die Bergung scheiterte zunächst aufgrund von Schlechtwetter, wie Sulistyo sagte.

Schwarzes Jahr für die zivile Luftfahrt

Schwarzes Jahr

Bei Luftfahrtkatastrophen waren in diesem Jahr zuvor bereits mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Damit starben allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Menschen bei Flugzeugunglücken wie im gesamten Jahr 2013. Laut der Europäischen Agentur für Flugsicherheit in Köln war 2013 aber auch ein besonders sicheres Jahr: Bei 17 Unfällen starben insgesamt 224 Menschen. Zwischen 2003 und 2012 starben bei Flugzeugunglücken demnach im Schnitt jährlich 703.

Quelle: AFP

8. März

Die schwarze Serie beginnt am 8. März: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet 50 Minuten nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte.

17. Juli

Rund vier Monate später trifft es erneut Malaysia Airlines: Am 17. Juli stürzt über der umkämpften Ostukraine eine Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur. Vermutet wird, dass das Flugzeug von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde. Die ukrainische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.

23. Juli

Sechs Tage nach dem Crash der Malaysia-Airlines-Boeing kommen in Taiwan 48 Menschen ums Leben, als ein Passagierflugzeug der TransAsia Airways bei stürmischem Wetter nach einem missglückten Landemanöver abstürzt. Zehn der 58 Insassen überleben das Unglück.

24. Juli

Nur einen Tag später verschwindet eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas 83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück. Paris vermutet schlechtes Wetter als Unglücksursache.

28. Dezember

Acht Monate nach dem Verschwinden von Flug MH370 bricht erneut jeder Kontakt zu einem malaysischen Passagierflugzeug ab. Ein Flugzeug der Air Asia mit 162 Menschen an Bord verschwand auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Zuvor hatte der Pilot des Airbus A320-200 die indonesische Luftverkehrskontrolle wegen schlechten Wetters um eine Änderung der Flugroute gebeten. Wenige Tage später werden Leichen und Trümmerteile entdeckt.

Der AirAsia-Airbus war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur aus bislang ungeklärten Gründen abgestürzt. Alle 162 Menschen an Bord kamen ums Leben. Bislang wurden nach offiziellen Angaben 100 Leichen geborgen.

Wie die Behörden im vergangenen Monat informierten, hatte zum Unglückszeitpunkt der Co-Pilot die Maschine geflogen. Die Maschine sei vor dem Unglück in einem gefährlich rasanten Steigflug gewesen.

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