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09.10.2014

13:47 Uhr

Al-Kaida-Prozess

Düsseldorfer Zelle wollte möglichst viele Menschen töten

Im Al-Kaida-Prozess gegen die sogenannte Düsseldorfer Zelle hat die Bundesanwaltschaft ihr Plädoyer begonnen. Für sie hat der Prozess bewiesen das es Absicht des Quartetts war, möglichst viele Menschen zu töten.

Der Angeklagte Amid C.  im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Der Prozess gegen die sogenannte „Düsseldorfer Zelle“ geht nach zwei Jahren zu Ende. Die vier Angeklagten sollen im Namen von Al-Kaida vorgehabt haben, Anschläge in Deutschland zu verüben. dpa

Der Angeklagte Amid C. im Gerichtssaal des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Der Prozess gegen die sogenannte „Düsseldorfer Zelle“ geht nach zwei Jahren zu Ende. Die vier Angeklagten sollen im Namen von Al-Kaida vorgehabt haben, Anschläge in Deutschland zu verüben.

DüsseldorfIm Al-Kaida-Prozess gegen vier mutmaßliche Islamisten der sogenannten Düsseldorfer Zelle hat die Bundesanwaltschaft am Donnerstag mit ihrem Plädoyer begonnen. In dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Terrorismusprozess sei der Anklagevorwurf „vollumfänglich bestätigt“ worden, sagte die Vertreterin der Bundesanwaltschaft, Claudia Gorf, im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts. Die Beschuldigten hätten in Deutschland einen „tödlichen Anschlag“ verüben und dabei möglichst viele Menschen töten wollen.

Den vier Angeklagten drohen lange Haftstrafen. Die Männer stehen seit Juli 2012 wegen Vorbereitung eines Terroranschlags vor dem Düsseldorfer Staatsschutzsenat. Nach Gerichtsangaben machten die Beschuldigten vor Gericht „überwiegend“ von ihrem Schweigerecht Gebrauch.

In ihrem Schlussvortrag warf die Vertreterin der Bundesanwaltschaft den Angeklagten vor, sie hätten im Auftrag des Terrornetzwerks Al-Kaida in Deutschland „Angst und Schrecken“ verbreiten wollen. Die Islamisten hätten geplant, einen Sprengsatz in einer großen Menschenmenge zu zünden und eine zweite Bombe nach dem Eintreffen der Rettungskräfte hochgehen zu lassen.

Als mögliche Ziele hätten sie öffentliche Gebäude, Bahnhöfe oder Flughäfen in Betracht gezogen. „Ob die Angeklagten bereits ein konkretes Anschlagsziel ins Auge gefasst hatten, lässt sich nicht feststellen“, sagte die Staatsanwältin Gorf.

Die Zelle um den heute 33-jährigen Marokkaner Abdeladfim El-K. war Ende April 2011 nach monatelangen Observationen ausgehoben worden. Der Anklagevertreterin zufolge arbeiteten die Männer zu diesem Zeitpunkt bereits mit verschiedenen Chemikalien am Bau eines Zünders.

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Neben El-K. müssen sich in dem Verfahren der Deutsch-Marokkaner Jamil S.(34), der Deutsch-Iraner Amid C. (23) und der Deutsche Halil S. (30) verantworten. El-K., Jamil S. und C. wurden am 29. April 2011 in Düsseldorf und Bochum festgenommen, die Festnahme von Halil S. erfolgte am 8. Dezember 2011 in Bochum. Durch das Ausheben der Zelle seien „verheerende Anschläge in Deutschland verhindert worden“, sagte die Vertreterin der Bundesanwaltschaft.

Ihre Strafmaßanträge für die vier Angeklagten will die Bundesanwaltschaft noch am Donnerstag stellen. Ein Urteilstermin in dem Verfahren steht noch nicht fest.

Von

afp

Kommentare (1)

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Herr Teito Klein

09.10.2014, 19:03 Uhr

Prozess gegen Düsseldorfer Zelle
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Die Beschuldigten hätten in Deutschland einen „tödlichen Anschlag“ verüben und dabei möglichst viele Menschen töten wollen.

Aber die "Kleinen" waren doch noch so jung, und außerdem haben sie "Migrationshintergrund"; sie sind also begehrte Fachkräfte, sagen jedenfalls die Grünlinge.

In den USA wären sie schon längst zu fünf mal lebenslänglich verurteilt worden, in Deutschland droht ihnen maximal der erhobene Zeigefinger,

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