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30.10.2012

18:36 Uhr

Alarm im ältesten US-Meiler

„Sandy“ legt AKWs zwischenzeitlich lahm

Mitten im Wirbelsturm bekommen mehrere Meiler der USA Probleme. Mit der Katastrophe von Fukushima sei das nicht zu vergleichen, meint ein deutscher Experte. Die erhöhte Alarmbereitschaft sei aber berechtigt.

Ein US-Atomkraftwerk. dapd

Ein US-Atomkraftwerk.

Washington/New YorkWirbelsturm „Sandy“ hat gleich in mehreren Atomkraftwerken im Großraum New York zu Reaktorabschaltungen geführt. Im ältesten Atomkraftwerk der USA wurde Alarm ausgelöst, weil der Pegel im Kühlwasser-Reservoir durch die reguläre Flut, die Windrichtung und das Hochwasser extrem anstieg. Das teilte die Atomaufsichtsbehörde NRC am Dienstag mit. Alle betroffenen Reaktoren in den Bundesstaaten New York und New Jersey seien in einem sicheren Zustand, hieß es. Der Nukleartechnik-Experte für das deutsche Öko-Institut, Stephan Kurth, sprach im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur von einer insgesamt brenzligen Situation.

Als direkte Folge des Hurrikans wurden in der Nacht zum Dienstag die Reaktoren Salem 1 in Hancocks Bridge (Bundesstaat New Jersey) sowie Nine Mile Point 1 in Scriba und Indian Point 3 in Buchanan (beide New York) vom Netz genommen. Ursache seien Probleme mit der internen Stromversorgung nach „Sandy“, teilte NRC mit.

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Der älteste Reaktor des Landes, Oyster Creek, war bereits vor dem Sturm abgeschaltet worden. Im Kühlwasser-Reservoir des am Atlantik gelegenen Kraftwerks sei der Wasserstand deutlich gestiegen. Der Meiler stehe weiter unter besonderer Beobachtung. Oyster Creek ist seit 1969 am Netz. Der Meiler steht etwa 60 Kilometer von der Millionenmetropole New York entfernt.

Der deutsche Nuklearexperte Kurth sieht per Ferndiagnose keine Gefahr, dass dort Radioaktivität austritt. „Aber die Situation ist brenzlig“, sagte er. „Ein Teil der Sicherheit ist schon eingebüßt, weil durch das Hochwasser Anbindungen in die Umgebung verloren gehen können - zum Beispiel an das Stromnetz.“

Kommentare (11)

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kirchner

30.10.2012, 07:29 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

US-Spektakel

30.10.2012, 08:48 Uhr

Hören wir im Anschluss nicht dass es einen "kleinen meldepflichtigen Zwischenfall" gab, bei dem radioaktiv verseuchtes Kühlwwasser aus dem AKW 40-jahre alten AKW ausgetreten ist? DIeser aber erst [..] jtzt gemeldet wurde, weil man die Bevölkerung die schon ohne Strom aber mit Hochwasser dastand nicht weiter psychisch belasten wollte und das bisschen radioaktive Strahlung nicht überbewerten wollt?
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Hmm... in New Yersey, New York kommt es zu Mutationen?
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Na sowas... in USA scheint man für alles Geld zu haben nur nicht für eine zuverlässige effektive und vor allem sichere Stromversorgung. Aber Cowboys und deren Nachfahren brauchen wohl den Kitzel der Gefahr... deswegen ist man auch noch schwer bewaffnet, sollten die Atome angreifen... Verteidigung ist angesagt. Keine Atemschutzmaske zu Hause aber die geladene Smith & Wesson samt 5000 Schuss Munitin im Nachtkästchen...
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Kurios: In solchen Zeiten kommt es in den USA nicht zu Amok-Läufen an Schulen...
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Armer Obama, wie soll er das alles neben der Wahl bewältigen....

Account gelöscht!

30.10.2012, 08:55 Uhr

@ kirchner

Solche Voraussagen gibt es für fast jedes Jahr. Wenn dann was passiert hat man immer eine Voraussage bereit, um leichtgläubige Leute zu verarschen.

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