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23.09.2014

09:27 Uhr

Alarm im Weißen Haus

Eindringling hortete 800 Schuss Munition

Trotz extremer Sicherheitsmaßnahmen schaffte es ein Eindringling ins Weiße Haus. Nun ist er erstmals vernommen worden. Er soll 800 Schuss Munition im Auto gehabt haben und war eine „Gefahr für den Präsidenten“.

Ein Eindringling schaffte es am Freitag ins Weiße Haus. Nun kommt raus: Er hatte 800 Schuss Munition im Auto. dpa

Ein Eindringling schaffte es am Freitag ins Weiße Haus. Nun kommt raus: Er hatte 800 Schuss Munition im Auto.

WashingtonDer am Freitag mit einem Klappmesser bewaffnet ins Weiße Haus gelangte Eindringling hatte 800 Schuss Munition in seinem Wagen gelagert. Außerdem fanden die Ermittler in dem unweit des US-Präsidentensitzes geparkten Auto zwei Beile und eine Machete, wie die Staatsanwaltschaft am Montag bei einer Gerichtsanhörung mitteilte. Die Ankläger bezeichneten den Eindringling dabei als „Gefahr für den Präsidenten“.

Das Weiße Haus erklärte am Montag, dass US-Präsident Barack Obama über den Vorfall zwar „besorgt“ sei. Gleichzeitig aber habe er „weiter volles Vertrauen in die Profis beim Secret Service“, die für seinen Schutz zuständig sind, sagte Obamas Sprecher Josh Earnest.

Der offenbar verwirrte Ex-Soldat war am Freitagabend über den Sicherheitszaun des Weißen Hauses geklettert und wurde erst überwältigt, nachdem er durch eine Tür in den Nordflügel des Gebäudes gelangt war. Obama und seine Familie hielten sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr dort auf: Sie waren wenige Minuten zuvor von der Südseite des Grundstücks per Hubschrauber zum Wochenendsitz Camp David aufgebrochen.

Was Barack Obama zu sagen hat...

zur Lage

„Wir stehen weiterhin einer terroristischen Bedrohung gegenüber.“

zu den Machtverhältnissen

„Wir können nicht jede Spur des Bösen von der Welt tilgen, und kleine Gruppen von Killern haben die Möglichkeit, großen Schaden anzurichten.“

zu den Terroristen

„Wenn sie ungebremst bleiben, könnten diese Terroristen eine wachsende Bedrohung über diese Region hinaus darstellen – inklusive der Vereinigten Staaten. Obwohl wir noch keine spezielle Verschwörung gegen unser Heimatland entdeckt haben, haben IS-Anführer Amerika und unsere Verbündeten bedroht.“

zu Luftangriffen

„Diese Treffer haben amerikanisches Personal und Einrichtungen geschützt, IS-Kämpfer getötet, Waffen zerstört und den irakischen und kurdischen Kräften Raum gegeben, um Schlüsselgebiete zurückzugewinnen.“

zur Strategie

„Unser Ziel ist klar: Wir werden IS durch eine umfassende und anhaltende Strategie zur Terrorismusbekämpfung zersetzen und letztlich zerstören.“

zu Syrien

„Ich habe klargemacht, dass wir Terroristen, die unser Land bedrohen, jagen werden, wo auch immer sie sind. Das heißt, dass ich nicht zögern werde, in Syrien sowie im Irak gegen IS vorzugehen.“

zum Irak

„Wir werden uns nicht in einen weiteren Bodenkrieg im Irak ziehen lassen.“

zu Assad

„Im Kampf gegen IS können wir uns nicht auf ein Assad-Regime verlassen, das sein Volk terrorisiert; ein Regime, das seine verlorene Rechtmäßigkeit niemals wiedererlangen wird.“

zu den Partnern

„In Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden wir unsere Bemühungen verdoppeln, ihre Finanzierung abzuschneiden, unsere Geheimdienstinformationen zu verbessern, unsere Abwehr zu verstärken, ihre verzerrte Ideologie zu kontern und den Fluss ausländischer Kämpfer in und aus dem Nahen Osten einzudämmen.“

zu amerikanischer Führung

„Das ist amerikanische Führung in ihrer besten Form: Wir halten zu den Menschen, die für ihre eigene Freiheit kämpfen“

Der 42-Jährige aus Texas war als Soldat im Irak stationiert und leidet nach Angaben von Angehörigen unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Laut dem Secret Service hatte der Mann nach seiner Festnahme erklärt, „dass der Himmel über der Erde zusammenzubrechen drohe und er den Präsidenten darüber informieren müsse“, damit Obama sein Volk warnt.

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