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20.09.2014

09:19 Uhr

Alarm im Weißen Haus

Eindringling schafft es bis ins Gebäude

Dass Bürger über den Zaun der US-Regierungszentrale springen, ist nicht ungewöhnlich. Doch werden sie meist blitzartig gestoppt. Diesmal ist alles anders. US-Präsident Barack Obama war zu dem Zeitpunkt nicht anwesend.

Das Weiße Haus in Washington: Ein Mann war in der Nacht in die Anlage des US-Präsidenten eingedrungen. dpa

Das Weiße Haus in Washington: Ein Mann war in der Nacht in die Anlage des US-Präsidenten eingedrungen.

WashingtonAufregung um eine Sicherheitslücke am Weißen Haus: Ein 42-jähriger Mann ist an der US-Regierungszentrale über den Zaun geklettert und durchs Hauptportal bis ins Gebäude vorgedrungen, bevor er gestoppt werden konnte. Der Eindringling war nach Angaben des Secret Service unbewaffnet, und Präsident Barack Obama war kurz vor dem Zwischenfall am Freitagabend (Ortszeit) mit dem Helikopter abgeflogen. Doch waren die Sicherheitsleute so alarmiert, dass sie das Gebäude teilweise evakuieren ließen.

„Diese Situation war ein bisschen anders als andere Zwischenfälle, die wir im Weißen Haus erlebt haben“, sagte Ed Donovan, der Sprecher des für den Schutz der Regierung zuständigen Secret Service. „Es wird eine gründliche Untersuchung des Vorfalls geben.“

Es ist möglicherweise das erste Mal überhaupt, dass ein sogenannter Zaun-Springer bis ins Weiße Haus vordrang. Zwar kommt es recht häufig vor, dass Menschen über die Gitter des Anwesens mitten in Washington klettern. Normalerweise werden die Eindringlinge aber binnen weniger Sekunden gestoppt und festgenommen – so geschehen erst vergangene Woche, am Jahrestag der Anschläge des 11. Septembers.

Was Barack Obama zu sagen hat...

zur Lage

„Wir stehen weiterhin einer terroristischen Bedrohung gegenüber.“

zu den Machtverhältnissen

„Wir können nicht jede Spur des Bösen von der Welt tilgen, und kleine Gruppen von Killern haben die Möglichkeit, großen Schaden anzurichten.“

zu den Terroristen

„Wenn sie ungebremst bleiben, könnten diese Terroristen eine wachsende Bedrohung über diese Region hinaus darstellen – inklusive der Vereinigten Staaten. Obwohl wir noch keine spezielle Verschwörung gegen unser Heimatland entdeckt haben, haben IS-Anführer Amerika und unsere Verbündeten bedroht.“

zu Luftangriffen

„Diese Treffer haben amerikanisches Personal und Einrichtungen geschützt, IS-Kämpfer getötet, Waffen zerstört und den irakischen und kurdischen Kräften Raum gegeben, um Schlüsselgebiete zurückzugewinnen.“

zur Strategie

„Unser Ziel ist klar: Wir werden IS durch eine umfassende und anhaltende Strategie zur Terrorismusbekämpfung zersetzen und letztlich zerstören.“

zu Syrien

„Ich habe klargemacht, dass wir Terroristen, die unser Land bedrohen, jagen werden, wo auch immer sie sind. Das heißt, dass ich nicht zögern werde, in Syrien sowie im Irak gegen IS vorzugehen.“

zum Irak

„Wir werden uns nicht in einen weiteren Bodenkrieg im Irak ziehen lassen.“

zu Assad

„Im Kampf gegen IS können wir uns nicht auf ein Assad-Regime verlassen, das sein Volk terrorisiert; ein Regime, das seine verlorene Rechtmäßigkeit niemals wiedererlangen wird.“

zu den Partnern

„In Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden wir unsere Bemühungen verdoppeln, ihre Finanzierung abzuschneiden, unsere Geheimdienstinformationen zu verbessern, unsere Abwehr zu verstärken, ihre verzerrte Ideologie zu kontern und den Fluss ausländischer Kämpfer in und aus dem Nahen Osten einzudämmen.“

zu amerikanischer Führung

„Das ist amerikanische Führung in ihrer besten Form: Wir halten zu den Menschen, die für ihre eigene Freiheit kämpfen“

Diesmal jedoch sprintete der 42-jährige, bekleidet in Jeans und dunklem Hemd, über den Rasen vor dem Gebäude, wie das Video einer Überwachungskamera zeigt. Die Aufforderung stehen zu bleiben, ignorierte der Eindringling.

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