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30.07.2011

16:17 Uhr

Alarm-Quote zu hoch

Körperscanner bestehen Praxistest nicht

Mal wieder stehen die Körperscanner am Airport Hamburg im Blickpunkt: Die Alarmquote sei viel zu hoch, heißt es in einem Geheimpapier. Wenn die Geräte verbessert werden, will die Bundespolizei die Kontrollen fortsetzen.

Ein Körperscanner am Flughafen Hamburg. Quelle: dpa

Ein Körperscanner am Flughafen Hamburg.

BerlinDer umstrittene Körperscanner ist bei einem Praxistest auf dem Hamburger Flughafen nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ durchgefallen. Die beiden Scanner hätten bei der Erprobung ständig Fehlalarme produziert. „Die derzeitige Alarmquote beträgt 70 Prozent und ist zu reduzieren“, zitiert die Zeitung aus einem internen Bericht. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums wies die Darstellung zurück, wonach der Scanner „durchgefallen“ sei. Der im Herbst 2010 begonnene Test gehe erst an diesem Wochenende zu Ende. Danach würden die Ergebnisse ausgewertet.

Nach dem Bericht der „WamS“ sind für die hohe Zahl von Fehlalarmen unter anderem mehrschichtige Kleidung, Reißverschlüsse und Nieten verantwortlich. Vor allem die Empfindlichkeit der Geräte gegenüber Bewegungen und Bekleidung müsste deutlich reduziert werden. Die Bundespolizei plädiert demnach dafür, den Test erst dann fortzuführen, wenn verbesserte Geräte zur Verfügung stehen.

Knapp 800.000 Passagiere haben seit dem 27. September 2010 auf dem Hamburger Flughafen die beiden Test-Geräte freiwillig genutzt. Wie das Innenministerium bereits am Donnerstag mitgeteilt hatte, sollen die Ergebnisse in den kommenden Wochen analysiert und bewertet werden. Anschließend würden Resultate und Entscheidungen veröffentlicht. Neben technischen Details müssten vor einer möglichen breiteren Einführung des Körperscanners auch rechtliche, politische und finanzielle Fragen geklärt werden.

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