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22.11.2013

14:52 Uhr

Alkohol am Steuer

Neun Monate Haft für betrunkenen Piloten

Nach einer Flasche Whiskey sollte man nicht ans Steuer. Erst recht nicht an das eines Passagierflugzeugs mit 150 Insassen. Ein pakistanischer Pilot wurde in Großbritannien wegen Trunkenheit am Steuerknüppel verurteilt.

Ein Airbus A310 von Pakistan International Airlines. 19 Stunden vor dem Abflug hatte ein Pilot von PIA eine Dreiviertelliterflasche Whiskey getrunken. In Großbritannien muss er nun ins Gefängnis. ap

Ein Airbus A310 von Pakistan International Airlines. 19 Stunden vor dem Abflug hatte ein Pilot von PIA eine Dreiviertelliterflasche Whiskey getrunken. In Großbritannien muss er nun ins Gefängnis.

LondonWegen Trunkenheit am Steuerknüppel muss ein pakistanischer Pilot in Großbritannien ins Gefängnis. Ein Gericht im nordenglischen Leeds verurteilte den 55-Jährige, der für die Pakistan International Airlines (PIA) arbeitet, am Freitag zu einer neunmonatigen Haftstrafe. Der Pilot war nach Justizangaben am 18. September kurz vor dem Abflug seiner Maschine mit 156 Menschen an Bord in Richtung Islamabad aus dem Cockpit geholt worden, weil er schwankte und nach Alkohol roch.

Der 55-jährige Familienvater gab anschließend an, eine Dreiviertelflasche Whisky getrunken zu haben. Er habe jedoch um drei Uhr morgens aufgehört zu trinken - 19 Stunden vor dem geplanten Abflug des Airbus 310. In Pakistan wäre dies erlaubt gewesen, weil dort lediglich zwölf Stunden zwischen dem letzten Glas Alkohol und dem Abflug liegen müssen, egal wie viel der Pilot getrunken hat.

Roter Teppich für alle – Ungewöhnliche Zusatzservices

Last-Minute-Upgrade

Bei Delta in den USA verkaufen die Flugbegleiter an Bord mithilfe ihrer Tablet-Computer Upgrades für die letzten freien First-Class-Sitze, in der Regel für weniger Geld als bei einer frühzeitigen Buchung.

Koffer nach Hause

Für 30 Dollar liefern American Airlines und US Airways innerhalb von vier Stunden nach der Landung in den USA den Koffer ins Hotel oder nach Hause, damit sich die Kundschaft das Warten am Band sparen kann.

Genuss am Himmel

Bei Langstreckenflügen aus Paris bietet Air France neben dem kostenlosen Standardessen fünf weitere Menüs der traditionellen französischen Küche, von Bio bis zur 28 Euro teuren, viergängigen „Sélection“ des Gourmettempels „Maison Lenotre“ aus Paris. Kurzentschlossene Genießer können über den -À-la-Carte-Service von Austrian Airlines noch eine Stunde vor Abflug beim Wiener Edelcaterer Do & Co für 15 Euros Tapas, Salate und natürlich Wiener Schnitzel mit Vor- und Nachspeise ordern.

Kindermenü für einen Penny

Bestellen Eltern beim britischen Ferienflieger Jet2.com eine Mahlzeit (ab umgerechnet 9,50 Euro), bekommen ihre Kinder das Menü für einen Penny. Damit die Eltern nicht vergessen zu bestellen, erinnert sie die Linie rechtzeitig vor dem Abflug mit einer Mail, wie lang der Flug ist.

Bequemer zum Flieger

Zum „Roter Teppich“ genannten Paket des malaysischen Billigfliegers Air Asia gehört für umgerechnet 25 Euro freies WLAN am Flughafen, eine schnellere Pass- und Sicherheitskontrolle und das Versprechen, dass der Koffer bei Ankunft zuerst auf das Gepäckband rollt.

Extra-Flatrate

Für eine Pauschale von 199 Dollar können die Kunden bei Delta drei Monate lang auf jedem Flug innerhalb der Vereinigten Staaten ohne Zusatzgebühr einen Koffer aufgeben und zusätzlich als Erste ins Flugzeug einsteigen. Darüber hinaus bekommen sie außerdem Sitze mit mehr Platz und zusätzliche Meilen im Bonusprogramm.

Serviceclub

250 Euro verlangt der spanische Billigflieger Vueling für zehn Lounge-Besuche, schnellere Sicherheitskontrollen und das Recht, als Erster einzusteigen. Beim ungarischen Ultra-Geizflieger Wizzair bekommen Mitglieder des Discount Clubs für knapp 30 Euro Jahresgebühr immer mindestens zehn Euro Rabatt auf alle Tickets außer den allerbilligsten.

Laden an Bord

In ihren Airbus A380-Superjumbos bietet Korean Air statt der bei anderen üblichen Bar einen Duty-free-Laden mit 64 Artikeln. In den Regalen gehalten werden die zollfreien Waren von kleinen Magneten – damit die teuren Parfüms und Cremes bei Turbulenzen nicht herumfliegen.

Kaufhaus im Vordersitz

Über sein Bordunterhaltungssystem verkauft der US-Billigflieger Virgin America ein Schlafset mit Kissen und Decke für neun Dollar sowie Schmerz- und Schlaftabletten für vier Dollar. Die Rechnung begleichen die Passagiere am Ende des Fluges am Bildschirm per Kreditkarte.

Nie mehr Kofferverlust

Die australische Qantas verkauft für umgerechnet 40 Euro einen Gepäckanhänger, der dank RFID-Technik immer zeigt, wo der Koffer gerade ist. Ein ähnliches System erprobt auch British Airways.

Quelle: Wirtschaftswoche, Rüdiger Kiani-Kreß

In Großbritannien gelten für Piloten dagegen extrem scharfe Grenzwerte. Sie dürfen demnach maximal neun Mikrogramm Alkohol pro hundert Milliliter Atemluft haben. Dies sind deutlich weniger als die 35 Mikrogramm bei Autofahrern. Bei Faiz wurden bei einem ersten Test 41 und später immerhin noch 28 Mikrogramm gemessen.

Richter Peter Coulson bezeichnete die pakistanische Regelung als „außergewöhnlich“. Er zeigte sich zudem „erstaunt“, dass viele ausländische Piloten, die in Großbritannien verkehren, offenbar nicht über die strengen Regeln informiert seien.

Von

afp

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