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01.03.2004

10:18 Uhr

Als „Monster“ zum ersten Oscar

Oscar-Gewinnerin Charlize Theron den Tränen nahe

Für ihre Rolle als lesbische Mörderin im Film „Monster“ wurde die Südafrikanerin zur besten Hauptdarstellerin gewählt. Während sie unter Tränen ihrer Mutter dankte, erhielt sie ein Lob ihres Staats-Präsidenten Thabo Mbeki. Dieser verkündete, dass Südafrika nach dem Friedensnobelpreis und dem Literaturnobelpreis nun auch sehr stolz auf den Oscar sei.

Beste Schauspielerin wurde die Südafrikanerin Charlize Theron.

Ein tränenreicher Auftritt: Charlize Theron. Foto: dpa

HB HOLLYWOOD. Kurze Zeit nachdem die in Südafrika geborene Charlize Theron bei der 76. Verleihung der Filmpreise die begehrte Oscar-Trophäe in ihren Händen hielt, trafen erste Glückwünsche aus ihrem Heimatland ein. Der Präsident des Landes, Thabo Mbeki, gratulierte der frisch gekürten Oscar-Preisträgerin und verkündete, sie habe die Nation stolz gemacht. Wörtlich meinet er: „Theron hat bewiesen, dass wir als Nation das Beste der Welt hervorbringen können ... Südafrika hat es erneut geschafft: erst der Friedensnobelpreis, der Literaturnobelpreis und nun ein Oscar für die beste Schauspielerin.“

Ihren ersten Oscar hat Charlize Theron einer Rolle zu verdanken, in der die schöne Südafrikanerin kaum zu erkennen war. Mit 30 Extra-Pfunden, fettigen Haaren und fleckigem Make-up verwandelte sich die 28-Jährige in dem Drama „Monster“ in eine männermordende Prostituierte. Mit ihrem uneitlen Auftritt, der ihr im Januar bereits eine Golden-Globe-Trophäe einbrachte, setzte sie sich in der Oscar-Nacht als „beste Schauspielerin“ gegen Diane Keaton, Naomi Watts, Samantha Morton und Keisha Castle-Hughes durch.

Unter Tränen dankte Theron ihrer deutschen Mutter, „die so viele Opfer brachte, damit ich hier leben und meine Träume verwirklichen konnte“. Als Tochter eines deutsch-französischen Einwanderpaares wuchs Theron im weißen Arbeitervorort Benoni bei Johannesburg auf. Als Teenager wurde sie Zeuge, wie ihre Mutter den Vater in Notwehr erschoss. Das Familientrauma trug nach Ansicht von Filmkritikern dazu bei, dass Theron die gequälte Seele der Serienmörderin Aileen Wuornos in „Monster“ so überzeugend spielte.

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