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03.04.2012

11:35 Uhr

Amok

Blutbad an kalifornischer Universität

Sieben Tote und drei Verletzte starben einem Amoklauf an der katholischen Oikos-Universität. Der mutmaßlicher Täter ist festgenommen. Über seine Motive rätselt die Polizei noch. Im letzten Jahr starb sein Bruder.

Amoklauf in Kalifornien

Video: Amoklauf in Kalifornien

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Ein ehemaliger Student hat an einer christlichen Universität im US-Staat Kalifornien das Feuer eröffnet und sieben Menschen getötet. Drei weitere wurden am Montag verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde rund eine Stunde nach der Tat in einem Supermarkt knapp fünf Kilometer vom Campus in Oakland entfernt festgenommen. Bei dem mutmaßlichen Schützen handele es sich um einen 43 Jahre alten Südkoreaner, der früher an der Universität studiert habe, sagte Polizeichef Howard Jordan. Ein Tatmotiv gebe es noch nicht.

Bei der Polizei ging zunächst kurz nach 10.30 Uhr (Ortszeit) am Montag ein Notruf ein. Die Beamten hätten ein Opfer vorgefunden, das eine lebensgefährliche Schusswunde aufgewiesen habe, sagte Jordan. Als die Schüsse fielen, hätten sich rund 35 Menschen in oder unweit des Gebäudes aufgehalten. Auf der Suche nach dem Verdächtigen umstellte ein großes Polizeiaufgebot die Hochschule.

Amokläufe an amerikanischen Schulen und Universitäten

14. Februar 2008

Mitten in einer Vorlesung an der Northern Illinois University rund 100 Kilometer westlich von Chicago erschießt ein 27-jähriger Amokläufer am Valentinstag fünf Menschen und tötet sich anschließend selbst. Bis zum Frühjahr 2007 hatte er dort Soziologie studiert. Der offensichtlich psychisch kranke Täter trug auf den Armen Tätowierungen mit Horror-Motiven.

10. Oktober 2007

Ein 14-jähriger Schüler läuft in einer technischen Oberschule in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) mit zwei Revolvern Amok. Er verletzt zwei Lehrer und zwei Mitschüler und erschießt sich dann selbst. Der jugendliche Amokläufer habe offenbar aus Zorn über einen Schulverweis vom Vortag zur Waffe gegriffen.

16. April 2007

Ein Amokläufer erschießt in der Technischen Universität in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia 32 Studenten und Lehrkräfte. Beim Eintreffen der Polizei nimmt sich der 23 Jahre alte Englischstudent aus Südkorea das Leben.

12. Oktober 2006

Der Fahrer eines Milchwagens erschießt im Bundesstaat Pennsylvania fünf Mädchen in einer Amish-Schule. Der 32-Jährige tötet die Kinder mit Kopfschüssen. Als Polizisten die Schule stürmen, bringt er sich um.

21. März 2005

Ein 16-Jähriger erschießt in einem Indianerreservat im US-Bundesstaat Minnesota zunächst seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin. Anschließend tötet er in der Red Lake High School fünf Schüler, einen Sicherheitsbeamten und eine Lehrerin. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei tötet sich der Junge selbst. Der Teenager war ein Hitler-Bewunderer mit Kontakten zu einer Neonazi-Gruppe.

20. April 1999

Zwei mit Sturmgewehren bewaffnete US-Schüler töten in der Columbine High School in Littleton (Colorado) zwölf ihrer Mitschüler und einen Lehrer. Danach erschießen sich die Täter selbst.

Von den sieben Todesopfern erlagen fünf noch am Tatort ihren Verletzungen. Zwei weitere starben im Krankenhaus. „Diese beispiellose Tragödie war schockierend und sinnlos“, sagte Jordan. Augenzeuge Art Richards sagte, er sei an der Oikos-Universität vorbeigefahren, um einen Freund abzuholen. Dabei habe er eine Frau bemerkt, die sich in den Büschen versteckte. Als er sich ihr näherte, habe sie ihm ihren verwundeten Arm gezeigt und gesagt: „Ich wurde angeschossen.“ Die Verletzte habe ihm gesagt, dass der Schützen einem Menschen aus nächster Nähe in die Brust und einem weiteren in den Kopf geschossen habe.

Tashi Wangchuk, dessen Frau an der Universität studierte und die Schießerei miterlebte, sagte, Polizeiangaben zufolge habe der Schütze zunächst eine Frau an der Rezeption erschossen. Anschließend habe er wahllos in Unterrichtsräumen um sich geschossen.

Kommentare (2)

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Pro-D

03.04.2012, 11:59 Uhr

Ich mag die Amis
und früher habe ich das Land auch bewundert

Aber gerade in der letzten Zeit sind die echt zu Krieger-Affen abgesunken. wenn man sich dort TV ansieht, also da ist nur brutale Gewalt zu sehen. ALLES, aber auch alles dreht sich bei denen nur um Krieg, Waffen und --Verteidigung----.

Man könnte wirklich denken, man ist in Israel

Account gelöscht!

03.04.2012, 12:19 Uhr

"Sieben Tote und drei Verletzte starben einem Amoklauf an der katholischen Oikos-Universität."

Waren die 7 Toten schon tot, als sie einem Amoklauf starben?

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