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11.03.2012

14:19 Uhr

Amoklauf

US-Soldat erschießt 16 Zivilisten in Afghanistan

In Afghanistan hat ein US-Soldat offenbar kaltblütig mehr als ein Dutzend Zivilisten ermordet. Vermutlich leidet der Täter unter psychischen Problemen. Unterdessen starben rund 15 Menschen bei Anschlägen in Pakistan.

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Kabul / PehsawarEin Soldat der US-Armee hat in der südafghanischen Provinz Kandahar 16 Zivilisten erschossen. Ein Sprecher der Provinzregierung sagte, nach ersten Informationen habe der Soldat am Sonntagmorgen im Distrikt Pandschwai „10 bis 15 afghanische Zivilisten“ getötet.

Die Internationale Schutztruppe Isaf bestätigte einen Zwischenfall mit mehreren getöteten Afghane sowie die Festnahme eines US-Soldaten. Einzelheiten nannte sie jedoch nicht.

Ein afghanischer Reporter sprach von mindestens 16 Toten. „Es sieht so aus, als ob er (der US-Soldat) von Haus zu Haus gegangen ist und sie (die Bewohner) kaltblütig erschossen hat“, sagte er nach einem Besuch des Tatorts. Nach dem Vorfall hätten sich zahlreiche Menschen vor dem US-Stützpunkt versammelt, um gegen die Ermordung der Dorfbewohner zu protestieren.

Wie aus westlichen Sicherheitskreisen verlautete, verließ der US-Soldat vor Sonnenaufgang seinen Stützpunkt. In einem Dorf sei er dann in mehrere Häuser eingedrungen und habe die Bewohner erschossen. Anschließend habe er sich gestellt.

Den Angaben zufolge soll der Soldat unter psychischen Problemen gelitten haben. Die BBC berichtete, es soll sich um einen Unteroffizier einer Spezialeinheit handeln. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Die Nato-geführte Isaf bedauerte den Vorfall und kündigte eine gemeinsame Untersuchung mit den afghanischen Behörden an. Auch die US-Botschaft in Kabul verurteilte die Tat und versprach, den Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Der mutmaßliche Täter befinde sich in Gewahrsam der internationalen Truppen.

Die Tötung afghanischer Zivilisten durch ausländische Soldaten sorgt immer wieder für erheblichen Spannungen zwischen der Isaf und der Regierung in Kabul. In den vergangenen Wochen hatte zudem die Verbrennung von Koran-Exemplaren durch US-Soldaten auf dem Stützpunkt Bagram im ganzen Land tagelange Massenproteste ausgelöst. Dabei waren rund 30 Afghanen getötet worden.

Kommentare (6)

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Kattskralle

11.03.2012, 13:37 Uhr

Da argumentieren wir doch gerne mal mit den Leuten von der NRA (National Rifle Association) und fordern für Alle Menschen die sich bewaffnet herumlaufenden US-Amerikanern ausgesetzt sehen, ein Recht auf freien Waffenbesitz damit sie sich im Ernstfall ihrer eigenen Haut erwehren können.

Lazlo

11.03.2012, 17:38 Uhr

Der US-Soldat wird ziemlich sicher freigesprochen. Maximal wird er aus der Armee entlassen. Das war im Irak auch so, als eine Gruppe US-Soldaten aus Rache Zivilisten (auch Frauen und Kinder) erschossen.

black

11.03.2012, 17:38 Uhr

wer soll bei der ganzen Religions-/Politikscheisse auch noch normal bleiben. Stell Dir vor: " die wollen wo auch immer rieg, und keiner geht hin ".

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