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26.01.2016

14:48 Uhr

Andie MacDowell

„Beschwere dich nie auf Twitter“

Schauspielerin Andie MacDowell beklagt sich auf Twitter darüber, dass sie im Flieger in der Touristenklasse Platz nehmen muss – und erlebt, wie schnell Kleinigkeiten in den sozialen Netzwerken einen Shitstorm auslösen.

Mit einem Shitstorm auf Twitter hat die US-Schauspielerin nicht gerechnet. dpa

Andie MacDowell

Mit einem Shitstorm auf Twitter hat die US-Schauspielerin nicht gerechnet.

Los Angeles US-Schauspielerin Andie MacDowell (57, „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“) erlebt gerade, wie schnell sich Kleinigkeiten in den sozialen Netzwerken hochschaukeln können.

Am Freitag machte sie auf Twitter ihrem Unmut darüber Luft, dass sie mit ihrem Hund im Flugzeug nicht ganz vorne haben sitzen dürfen: „HILFE ich habe für die erste Klasse bezahlt und sie haben mich in die Touristenklasse gesetzt“, twitterte sie und löste damit wütende Reaktionen aus.

Das ist Twitter

Twitter?

Twitter (englisch für Gezwitscher) ist eine digitale Echtzeit-Anwendung zum Mikroblogging (zur Verbreitung von telegrammartigen Kurznachrichten). Die Kommunikation auf Twitter erfolgt über sogenannte „Tweets“ (von englisch tweet ‚zwitschern‘). Dies sind kurze Textbeiträge, die angemeldete Nutzer erstellen können.

Geschichte

Twitter wurde im März 2006 unter dem Namen „twttr“ gegründet und gewann weltweit rasch an Popularität: Der erste Tweet wurde am 21. März 2006 durch den Twitter-Mitgründer Jack Dorsey mit dem Satz „just setting up my twttr.“ verschickt.

Follower?

Nach eigenen Angaben nutzten rund 288 Millionen Personen und Unternehmen Twitter mindestens ein Mal pro Monat (Stand: April 2015). Diese heißen im Twitter-Jargon Follower, englisch für „Folgende“, „Anhänger“.

Online-Tagebuch

Twitter wird als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Online-Tagebuch definiert. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von kurzen Textnachrichten (Tweets) im Internet. Diese dürfen maximal 140 Zeichen aufweisen.

Anmeldung

Für die Anmeldung werden lediglich zwei bisher nicht bei Twitter verwendete Angaben benötigt: Eine E-Mail-Adresse sowie eine Profilbezeichnung (=Nutzername). Bei der Anmeldung wird zwar auch ein „vollständiger Name“ erfragt, dieser dient jedoch offenbar vor allem dazu, diese Angabe neben diversen anderen im Profil anzuzeigen. Es wird außerdem ein Passwort benötigt.

Tweets

Jeder Tweet ist auf maximal 140 Unicode-Zeichen begrenzt. Er ist standardmäßig öffentlich, auch für unangemeldete Leser, sichtbar. Er kann Hashtags (mit #), Links (als URL), auch solche auf andere Nutzerprofile (mit @), sowie Bilder (als URL) oder Standorte enthalten. Tweets werden in erster Linie den Followern eines Benutzers angezeigt, vor allem über Hashtags oder Verlinkungen kann aber auch ein breiteres Publikum erreicht werden.

Mehrere Twitternutzer warfen ihr vor, sich wohl für jemanden Besseres zu halten.

Über das Wochenende erklärte die 57-Jährige in dem Kurznachrichtendienst, dass es ihr nur darum gegangen sei, dass sie für etwas bezahlt habe, was sie nicht bekommen habe: „Ich bin auch zufrieden, Economy zu fliegen, ich bin im Bus und der U-Bahn glücklich, aber wenn ich für die First Class bezahle, dann will ich da auch hin, darum ging es.“

Am Sonntag stellte sie resigniert fest: „Erfahrung gewonnen beschwere dich nie auf Twitter.“

Von

dpa

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