Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

04.01.2012

15:53 Uhr

„Andrea“ folgt „Ulli“

Der nächste Orkan fegt über Deutschland

Zwischen Nordsee und Alpen warnen Meteorologen für Donnerstag vor schwerem Sturm. „Andrea“ werde noch stärker ausfallen als „Ulli“ und soll heftige Böen im Gepäck haben. Köln bereitet sich schon auf Hochwasser vor.

Sturm „Ulli“ hat in Deutschland nur wenig Schaden angerichtet, doch der nächste steht schon bevor. dpa

Sturm „Ulli“ hat in Deutschland nur wenig Schaden angerichtet, doch der nächste steht schon bevor.

OffenbachKeine Ruhe nach dem Sturm: Nach „Ulli“ tost mit „Andrea“ der nächste Orkan auf Deutschland zu. Von der Nordsee bis zu den Alpen werde am Donnerstag schwerer Sturm brausen, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. Dazu gibt es in den Mittelgebirgen Dauerregen und Neuschnee, der vom Sturm verweht wird. Köln rüstet sich bereits für das erste Hochwasser des Jahres.

„Andrea“ sei stärker als „Ulli“, der bis Mittwoch tobte und zahlreiche Polizeieinsätze nötig machte. Der neue Orkan „Andrea“ werde allerdings etwas schwächer ausfallen als „Kyrill“, der im Januar 2007 in Europa schwere Schäden angerichtet hatte. Dennoch sollten die Menschen möglichst zu Hause bleiben: „Man sollte seinen Hund nicht gerade im Wald ausführen“, sagte Ruppert.

Am Mittwochabend wurden die ersten Böen an der Nordsee erwartet. Für den gesamten Westen Deutschlands galten bereits Vorwarnungen des DWD. „Andrea“ bringe auch im Flachland Böen der Stärke 11, also Windgeschwindigkeiten von bis zu 117 Kilometern in der Stunde, sagte Ruppert. Auf den Bergen werde es sogar Orkanböen der Stärke zwölf geben. Vermutlich seien die Nordseeküste und der Südwesten Schwerpunkte des Sturms. Die heftigsten Böen erwartet Ruppert auf den Schwarzwaldgipfeln.

Köln bereitet sich bereits auf das erste Hochwasser des Jahres vor. Wegen des erwarteten kräftigen Regens werde der Pegelstand des Rheins weiter steigen, sagte der Leiter der Hochwasserschutzzentrale, Reinhard Vogt. Von Donnerstag an werde es deshalb wohl erste Einschränkungen für die Schifffahrt geben. Mobile Schutzwände stünden bereit und könnten schnell aufgebaut werden. An der Ruhr und den Zuflüssen ist das Hochwasser bereits an einigen Stellen über die Ufer getreten.

Auch an der Nordseeküste könnte es am Donnerstag ungemütlich werden. Nach Angaben des Instituts für Wetter- und Klimakommunikation (IWK) in Hamburg ist an der Küste sowie im Elbe und Weser-Ems-Raum eine Sturmflut möglich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×