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17.12.2012

16:52 Uhr

Angeklagtes Trio

Mord und Missbrauch via SMS-Chat geplant

War alles nur ein perverses Rollenspiel? Drei Männer tauschen im SMS-Chat ihre Sexfantasien aus und planen einen Mord. Dafür könnten sie bald hart bestraft werden. Die jetzt angeklagten Männer besaßen auch Kinderpornos.

Einer der Angeklagten verbirgt sein Gesicht im Gerichtssaal. dpa

Einer der Angeklagten verbirgt sein Gesicht im Gerichtssaal.

EllwangenWegen einer makabren Verabredung per SMS-Chat zu Missbrauch und Mord müssen sich seit Montag drei Männer vor dem Landgericht Ellwangen (Baden-Württemberg) verantworten. Laut Anklage sollen die aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands stammenden Männer geplant haben, zwei Frauen samt kleiner Tochter zu entführen, zu missbrauchen und dann zu töten.

Zwei der drei Angeklagten stritten die Ernsthaftigkeit der Pläne zum Prozessauftakt ab. „Das waren alles Spinnereien, die für mich zum Rollenspiel dazugehören“, sagte ein 54 Jahre alter Mann aus Eitorf in Westfalen vor dem Landgericht Ellwangen. Auch ein gleichaltriger Angeklagter aus München hat nach eigener Aussage nie vorgehabt, die Tat zu verwirklichen. Der mutmaßliche Ideengeber, ein 41-Jähriger aus Heidenheim, schwieg.

Der Münchner erklärte, es sei nur um die ausgetauschten sexuellen Fantasien gegangen. Als der Heidenheimer aber konkret einen Termin vorschlug, gemeinsam seine 22 Jahre alte Nachbarin zu entführen, zu vergewaltigen und zu ermorden, habe er aussteigen wollen. „Da habe ich gemerkt, dass er es ernst meint“, sagte der 54-jährige Bayer.

Unter den ins Visier genommenen Frauen war auch die Ex-Freundin des Heidenheimers sowie ihre sieben Jahre alte Tochter. Der Anwalt des Fernfahrers aus Heidenheim zitierte seinen Mandanten mit den Worten, es sei alles „lediglich Fantasie, sonst nichts“ gewesen.

Kommentare (1)

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Tabu

17.12.2012, 18:49 Uhr

Alle drei Männer räumten ein, kinder- und jugendpornografische Bilder wie Videos besessen und verbreitet zu haben.
Unter den ins Visier genommenen Frauen war auch die Ex-Freundin des Heidenheimers sowie ihre sieben Jahre alte Tochter.
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Davon sabbern tausende im Netz rum..man sollte seine angezapften Quellen wie in diesem Fall ein SMS-Chat
nicht so öffentlich hinausposaunen.
Sich die siebenjährige Tochter vorzunehmen,kommt in
vielen Familien vor..oft auch gerne noch jünger.
Wie man Frauen und Kinder davor schützt,ist seit Jahren
nicht gelöst.Sicherheitsverwahrte werden freigelassen
und teuer überwacht.


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