Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.07.2012

19:59 Uhr

Angriff auf Kirchen

Mindestens 17 Tote bei Anschlag in Kenia

Bei Angriffen auf Kirchen sind in Kenia mindestens 17 Menschen getötet worden. Mit Granaten warfen die maskierten Attentäter auf die Christen. Der Verdacht fiel auf somalische Al-Shabab-Rebellen.

Mindestens siebzehn Tote bei Anschlägen

Video: Mindestens siebzehn Tote bei Anschlägen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

NairobiZwei Anschläge auf christliche Kirchen in Kenia haben mindestens 17 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 40 weitere wurden verletzt, als die Attentäter am Sonntag zeitgleich Granaten auf die Kirchen im Nordosten des Landes warfen und auf die Gläubigen schossen, wie Polizeichef Philip Ndolo erklärte. Der Anschlagsort liegt in der Nähe der somalischen Grenze.

Die Anschläge wurden in der nördlichen Garnisonsstadt Garissa verübt. Die dort stationierten Soldaten sind in Somalia im Kampf gegen islamistische Extremisten im Einsatz gewesen. Deshalb waren wiederholt Anschläge in Nairobi und anderen Städten verübt worden.

Die Kirche in Garissa, wo der Anschlag verübt wurde. dpa

Die Kirche in Garissa, wo der Anschlag verübt wurde.

Zwei Attentäter seien in eine Kirche eingedrungen und hätten mindestens eine Granate gezündet, sagte Ndolo. Als die versammelten Menschen in Panik aus dem Gebäude stürmten, wurden sie von zwei weiteren Angreifern vor der Kirche beschossen. Bei einem weiteren Granatenangriff auf eine Kirche in Garissa erlitten drei Menschen Verletzungen.

Der Bürgermeister von Garissa, Ismail Garat, bezeichnete die Täter als "herzlose Menschen". Der Verdacht fiel auf die somalische Al-Shabab-Miliz. Garissa liegt in der Nähe der Grenze zu Somalia, westlich des riesigen Flüchtlingslagers Dadaab. Polizeichef Ndolo sagte jedoch vor Journalisten, Ermittlungen müssten klären, wer für die Tat verantwortlich sei.

Kenia entsandte im Oktober zur Bekämpfung von Al-Shabab Soldaten nach Somalia. Die mit Al-Kaida verbündeten Aufständischen haben wiederholt mit Racheakten gedroht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×