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21.11.2014

14:13 Uhr

Angst vor Russland

Elektriker baut sich Atombunker samt Waffenarsenal

„Die Russen kommen“ ist für einen Elektriker aus Bayern kein Scherz. Aus Angst vor einem Angriff Russlands baute er einen Atombunker und stattete ihn mit Sprengstoff und Lebensmitteln aus – und wurde nun festgenommen.

Sichergestellte Waffen, Munition und Sprengstoff-Material. Die Polizei hat in Bayern einen Atombunker samt Waffenarsenal entdeckt. dpa

Sichergestellte Waffen, Munition und Sprengstoff-Material. Die Polizei hat in Bayern einen Atombunker samt Waffenarsenal entdeckt.

KelheimAus Angst vor einem Angriff Russlands hat ein Elektriker im niederbayerischen Kelheim in seinem Keller einen Atombunker gebaut und mit Dutzenden Waffen, Sprengstoff, Munition und Lebensmitteln ausgestattet. Das durch eine Strafanzeige alarmierte Bayerische Landeskriminalamt entdeckte bei dem 59-Jährigen zwei Maschinenpistolen, 80 Langwaffen, 60 Handfeuerwaffen, 20.000 Schuss Munition und vierzig Kilo Material zur Sprengstoffherstellung, wie das LKA am Freitag in München mitteilte.

Der Mann wurde im Zuge der Durchsuchungen festgenommen, ihm werden Verstöße gegen das Kriegswaffengesetz, gegen das Waffengesetz und gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen. Nach den bisherigen Ermittlungserkenntnissen wollte der Mann seine Familie vor einem Überfall Russlands schützen, sagte ein Sprecher des LKA. Hinweise auf eine psychische Erkrankung lägen bei dem Handwerker nicht vor, es gebe keinen Antrag auf eine Unterbringung.

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Für die Ermittler gibt der Fall dem Sprecher zufolge noch viele Rätsel auf. So sei noch völlig unklar, ob der Mann zu Zeiten des Kalten Krieges oder erst in den vergangenen Jahren mit dem Bau und der Ausstattung des Bunkers begonnen habe. Die Anlage sei aber auf einem aktuellen Stand gewesen, so hätten sich in dem Lager neue Lebensmittelvorräte befunden. Wie der LKA-Sprecher sagte, soll der Festgenommene den Bunker inklusive seiner Luft- und Wasseraufbereitungsanlage alleine gebaut haben. Zur Größe der Anlage konnte der Sprecher keine Angaben machen. Diese sei sehr unübersichtlich und verwinkelt, die Größe müsse noch ermittelt werden.

Spezialisten des LKA benötigten drei Tage zur Durchsuchung der Anlage. Bei dem Einsatz arbeiteten die Ermittler auch mit schwerem Gerät und rissen unter anderem mit Bohrhämmern Wände und Böden ein. Zu den familiären Verhältnissen des Elektrikers äußerte sich der LKA-Sprecher zurückhaltend. Die Familie, die der Mann vor dem russischen Angriff schützen wollte, habe zwar noch mit ihm im Haus gelebt. Die Angehörigen hätten sich aber im Streit mit dem Verdächtigen befunden.

Von

afp

Kommentare (3)

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Herr Josef Schmidt

21.11.2014, 14:20 Uhr

Der Titel des Artikels sollte heissen:

Leute wo gibts Maschinenpistolen, 80 Langwaffen, 60 Handfeuerwaffen, 20.000 Schuss Munition und vierzig Kilo Material zur Sprengstoffherstellung ?

Herr Paul Mueller

21.11.2014, 14:44 Uhr

Komisch, in den Artikeln anderer Zeitungen steht nichts von Russland als Motiv für die Anlage ...
Aber selbst wenn es so wäre, zeigt das doch wie krank Menschen sein können, um in geschätzten 25 Jahren solch einen Komplex zu errichten - materiell und geistig. Die Hardliner im Westen und ihre Bauern lassen grüßen.
Nur nicht die Augen aufmachen und über Fakten wie das Geheimhaltungsabkommen der JIT zur Vertuschung von MH17 durch die Putschisten aus Kiew nachdenken. Macht bitte den Bunker von innen ganz fest zu. Am besten Tür zuschweißen. Danke.

Herr Thomas Ungläubig

21.11.2014, 17:58 Uhr

Es wirkt!!!

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