Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2007

13:36 Uhr

Ansichtssache

Theologe hält Einsatz von Schneekanonen für Sünde

Kann denn Kunstschnee Sünde sein? Was Zarah Leander einst über die Liebe sang, soll nach Ansicht eines Moraltheologen auf den Einsatz von Schneekanonen zutreffen.

Eine stillstehende Schneekanone auf dem grünen Fellbergplateau in 842 Meter Höhe. Thüringens größtes alpines Skigebiet konnte aufgrund des bisher viel zu milden Winters nicht öffnen. Foto: dpa. dpa

Eine stillstehende Schneekanone auf dem grünen Fellbergplateau in 842 Meter Höhe. Thüringens größtes alpines Skigebiet konnte aufgrund des bisher viel zu milden Winters nicht öffnen. Foto: dpa.

HB WIEN. Der neue Rektor der Katholisch-Theologischen Privatuniversität, Michael Rosenberger, trat am Dienstag dafür ein, den Tourismus in schneearmen Gebieten auf andere Weise zu unterstützen. „Ich würde auch sagen, dass das Verwenden von Schneekanonen sündhaft sein kann“, sagte Rosenberger im Österreichischen Rundfunk (ORF).

Rosenberger verwies darauf, dass für die künstliche Herstellung von Schnee eine Unmenge an Energie notwendig sei, die den Treibhauseffekt weiter anheize. „Dieser sorgt letztlich dafür, dass wir keinen Schnee auf den Pisten haben“, fügte er hinzu.

Die ungewöhnlich milden Temperaturen lassen die Wintersportgebiete des Landes um die Einnahmen aus dem Tourismus zittern. In einigen Orten ist es auch zu warm, um die Schneekanonen anzuwerfen, die das kostbare Weiß nur bei Minusgraden erzeugen können.

Der Tiroler Nobelskiort Kitzbühel karrte in den vergangenen Tagen mit Lastwagen rund 4000 Kubikmeter Schnee heran, um das Hahnenkammrennen am letzten Januarwochenende zu retten. Der Schnee stammt vom Großglockner, dem höchsten Berg Österreichs.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×