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12.06.2012

12:54 Uhr

Antizionistische Sprüche

Holocaust-Mahnmal in Israel mit Graffitis besprüht

In Israel wurde ein Mahnmal mit Sprüchen wie „Hitler, danke für den Holocaust“ besprüht. Vorsitzende der Gedenkstätte vermuten ultraorthodoxe Juden hinter der Tat. Verdächtige gebe es aber noch keine.

Polizisten untersuchen den Umkreis des Denkmals nach Spuren. AFP

Polizisten untersuchen den Umkreis des Denkmals nach Spuren.

JerusalemUnbekannte haben nach Angaben der israelischen Polizei das Holocaust-Mahnmahl Yad Vashem mit antizionistischen Sprüchen besprüht. Der Vorsitzende der Gedenkstätte, Avner Schalev, deutete an, dass ultraorthodoxe Juden für die Tat verantwortlich sein könnten.

In einem Interview mit dem Radiosender der Streitkräfte sagte Schalev, dass an zehn Stellen im Gelände der Gedenkstätte Graffitis gefunden worden seien. Unter anderem sei im Innenhof des Monuments am Montagmorgen der Spruch "Hitler, danke für den Holocaust" entdeckt worden, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld. Die Polizei habe Ermittlungen in dem Fall aufgenommen, aber es gebe noch keine Verdächtigen, sagte Rosenfeld.

Schalev hingegen legte zumindest den Verdacht nahe, dass radikale ultraorthodoxe Juden hinter der Tat stecken könnten. Auf die Frage, ob er Ultraorthodoxe verdächtige, sagte Schalev, dass die Sprüche in einwandfreiem Hebräisch geschrieben worden seien und einer von ihnen mit "Ultraorthodoxes Judentum der Welt" unterschrieben gewesen sei.

Viele ultraorthodoxe Juden sind Antizionisten, weil ihrer Ansicht nach ein jüdischer Staat nicht vor der Ankunft des Messias errichtet werden dürfe.

Von

dapd

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

12.06.2012, 12:38 Uhr

ultraorthodoxe Juden sind Antizionisten

stimmt ja wohl nicht ganz.... in der regel sind das die härtesten zionisten...

Zionismus (von Zion) bezeichnet eine politische Ideologie und die damit verbundene Bewegung, die auf Errichtung, Rechtfertigung und Bewahrung eines jüdischen Nationalstaats in Palästina abzielen. Als Eretz Israel wird dabei ein aufgrund historischer und religiöser Überlieferung beanspruchtes Siedlungsgebiet der Juden in Palästina bezeichnet. Der Zionismus wird als Ideologie den Nationalismen, als politische Bewegung den Nationalbewegungen zugerechnet.

ThomasWieder

12.06.2012, 13:30 Uhr

Offensichtlich setzen Sie ultraorthodoxes Judentum mit orthodoxem Judentum gleich.Der weltanschaulich-relgiöse Unterschied zwischen diesen beiden weitgehend in bitterem Konflikt miteinander stehenden zwei (neben weiteren) Hauptströmungen des Judentums ist "himmelweit".Die Ultraorthodoxen wiederum sind weltanschaulich und auch sonst in zahlreiche Untergruppierungen zersplittert, von gemäßigt bis radikal antizionistisch.Die Siedlergruppen gehören allesamt der Orthodoxie an; sie sind an ihrer modernen Kleidung und den gehäkelten Kippas zu erkennen.

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