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18.10.2013

21:39 Uhr

Asiana-Bruchlandung

Keine Klage gegen Feuerwehrmann wegen Überfahren einer Überlebenden

Eine junge Chinesin hatte die Asiana-Bruchlandung in San Francisco im Sommer überlebt, wurde aber von einem Feuerwehrauto überrollt. Der Fahrer muss sich nicht vor Gericht verantworten, wie am Freitag bekannt wurde.

Bei der Bruchlandung der Asiana-Maschine  in San Francisco am 6. Juli kamen drei Menschen ums Leben. Ein Mädchen wurde von einem Feuerwehrwagen überrollt. ap

Bei der Bruchlandung der Asiana-Maschine in San Francisco am 6. Juli kamen drei Menschen ums Leben. Ein Mädchen wurde von einem Feuerwehrwagen überrollt.

San Francisco Die Staatsanwaltschaft wird einen Feuerwehrmann für das Überfahren einer Überlebenden einer Bruchlandung im Sommer auf dem Flughafen von San Francisco nicht anklagen. Das teilte der zuständige Anwalt Steve Wagstaffe am Freitag in einer Email mit.

Der Tod sei ein „tragischer Unfall, der keine Verletzung unserer Strafrechte darstellt“, hieß es. Er sei zu dieser Entscheidung gekommen, nachdem er die Berichte von Polizei, Feuerwehr und anderen Ersthelfern vor Ort gelesen sowie zahlreiche Videos des Unglücks gesehen habe, sagte Wagstaffe.
Die 16-jährige Chinesin Ye Mengyuan hatte die Bruchlandung der südkoreanischen Fluglinie Asiana Airlines am 6. Juli beim Landeanflug auf San Francisco zunächst überlebt. Auf dem Rollfeld wurde sie allerdings anschließend von einem herbeieilenden Feuerwehrauto überfahren, während sie von Löschschaum bedeckt war, und tödlich verletzt.

Unklar ist nach wie vor, wie sie von der Maschine zu der Stelle auf dem Rollfeld gelangte, wo sie überfahren wurde. Ermittler glauben, dass sie dort auf dem Boden lag und nicht stand.
Anthony Tarricone, der Anwalt ihrer Familie, zeigte sich nicht überrascht von der Entscheidung der Staatsanwaltschaft. „Das ist wirklich kein Gegenstand für eine strafrechtliche Verfolgung“, sagte er. Mit der Familie habe er noch nicht über die Entscheidung sprechen können, fügte er hinzu.
Bei dem Unglück waren zwei von Yes Schulkameradinnen ums Leben gekommen, die wie sie für einen Sprachaufenthalt in die USA gereist waren. Dutzende Passagiere der Boeing 777 erlitten Verletzungen. An Bord der Maschine hatten sich 307 Menschen befunden. Die Unglücksursache wird noch erforscht.

Von

ap

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