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14.04.2015

20:49 Uhr

Asylbewerberunterkunft in Hamburg

Keine Verletzten bei Container-Brand

In Hamburg brennt eine Unterkunft für Flüchtlinge. Die Bewohner kommen mit dem Schrecken davon. Die Hintergründe sind noch unklar. Auch in Berlin hält ein Feuer die Einsatkräfte in Atem.

Nach ersten Angaben der Feuerwehr blieben alle 15 Bewohner unverletzt. dpa

Feuer in Flüchtlingsunterkunft

Nach ersten Angaben der Feuerwehr blieben alle 15 Bewohner unverletzt.

Hamburg/Berlin/Moers/DuisburgEin Brand in einer Hamburger Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge hat am Dienstag ein glimpfliches Ende genommen. Nach ersten Angaben der Feuerwehr blieben die etwa 15 Bewohner im Stadtteil Hammerbrook unverletzt. Zuerst hatte es geheißen, fünf Menschen würden vermisst. Man gehe nicht von einem Anschlag aus, sagte ein Sprecher der Hamburger Sozialbehörde. Das Gelände sei umzäunt und bewacht. Der Brand sei inzwischen gelöscht, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Vom Lagezentrum der Polizei hieß es, Ermittler des Landeskriminalamtes würden den Brandort inspizieren, sobald die Lage es dort zulasse. Ein Container sei auf jeden Fall unbewohnbar.

Den Angaben von Polizei und Sozialbehörde zufolge gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Brand in der Unterkunft mit dem gewaltsamen Tod eines Schülers an einer Schule in Hamburg-Wilhelmsburg zu tun habe. „Wir sehen da keinen Zusammenhang“, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde auf Anfrage am Abend.

Bei den Bewohnern der Asylbewerberunterkunft handelt es sich nach Auskunft der Sozialbehörde um minderjährige unbegleitete Flüchtlinge, die straffällig geworden sind. Die 16 Container stehen in einem Industriegebiet. Die Jugendlichen sollen jetzt die Nacht im unversehrten Hauptgebäude verbringen, bis die Container wieder bewohnbar seien.

Unterdessen wurden am Dienstag bei einem Brand in einem Flüchtlingsheim in Berlin, in dem sich eine Erstaufnahmestelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ein Wohnheim für Alkoholiker und Obdachlose befinden, zwei Menschen leicht verletzt. Sie hätten leichte Rauchverletzungen erlitten, teilte die Feuerwehr am Abend mit.

Das Feuer brach den Angaben zufolge in einem Zimmer im ersten Stock des dreigeschossigen Hauses im Ortsteil Lichterfelde aus und griff dann auf ein anderes Zimmer und das Dach über.

Mehr Details - etwa zur Brandursache - waren zunächst nicht bekannt. Ein benachbartes anderes Flüchtlingsheim sei nicht betroffen, teilte eine Polizeisprecherin mit.

Unbekannte haben im niederrheinischen Moers Hassparolen und Hakenkreuze an die Wände einer geplanten Flüchtlingsunterkunft geschmiert. Ein Sprecher der Polizei Duisburg bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht des Internetportals „RP Online“. Die Staatsschutzabteilung der Duisburger Polizei habe die Ermittlungen übernommen, sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben hatte die Stadt das frühere Hotel angemietet.

Demnächst sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden. Die Tat sei am Dienstagvormittag von einer Anwohnerin gemeldet worden. Weitere Beschädigungen habe es nicht gegeben. Hinweise auf die Täter gebe es nicht.

Kommentare (11)

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Herr walter danielis

14.04.2015, 18:37 Uhr

Frau Merkel und Herr Gauck müssen sofort hinfahren und ihr Entsetzen kundtun. Es muß eine Lichterkette von Garmisch bis Flensburg oorganisiert werden auch wenn die Täter nicht bekannt sind. Es deutet alles auf einen rechtsradikalen Anschlag hin. Dies muß in allen Medien bekanntgemacht werden. Für die Bewohner muß ein Spendenkonto eingerichtet werden. Das sie straffällig geworden sind dafür können sie nichts. Die Willkommenskultur war nicht intensiv genug. Das muß besser werden.

Herr Horst Meiller

14.04.2015, 18:49 Uhr

Das waren bestimmt auch Pegidaanhänger, die sind die Lieblingsfeinde der L....medien und zur Zeit an Allem Schuld, was schiefläuft...!

Herr Hans Mayer

14.04.2015, 19:13 Uhr

Herr Kammschott und Herr Danielis, sie nehmen mir die Worte aus dem Mund, ich wollte dasselbe schreiben,
Wetten das wir solche Unterstellung noch heute abend hier irgendwo lesen können.
Ich finde es amüsant.

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