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13.05.2011

08:39 Uhr

Atomdesaster in Japan

Reaktor Hamaoka geht vom Netz

Der Schalter ist umgelegt: Chubu Electric hat damit begonnen, die noch am Netz hängenden Reaktoren des Atomkraftwerks Hamaoka herunterzufahren. Die Schließung wurden von der Regierung angeordnet - Gefahr droht.

Das Kraftwerkgelände Hamaoka. Quelle: dpa

Das Kraftwerkgelände Hamaoka.

Der Atomreaktor Hamaoka in Zentral-Japan wird vorübergehend vom Netz genommen. Der Betreiberkonzern Chubu Electric begann am Freitag damit, einen der beiden am Netz hängenden Reaktoren herunterzufahren. Der Reaktor Nummer vier werde noch im Verlaufe des Tages abgeschaltet, wie japanische Medien meldeten. Am Samstag soll Reaktor Nummer fünf folgen. Die Regierung hatte angesichts der Katastrophe im AKW Fukushima im Nordosten des Landes Druck auf den Betreiber ausgeübt, da das Kraftwerk Hamaoka in der Region Shizuoka über einer geologisch kritischen Erdplatte liegt und bei einem weiteren Erdbeben ähnlich dem vom 11. März gefährdet sein könnte.

Die Reaktoren 1 und zwei in Hamaoka sind bereits außer Betrieb, während der Reaktor drei wegen Routineüberprüfungen bereits heruntergefahren ist. In den nächsten zwei bis drei Jahren soll die Atomanlage mit einem Wall gegen Tsunamis geschützt werden. Ansonsten bleiben aber alle anderen Meiler in Japan am Netz. Einige derzeit wegen Wartungsarbeiten ruhende Reaktoren könnten möglicherweise wegen der Stromknappheit demnächst sogar wieder hochgefahren werden. Die Regierung hat andererseits als Konsequenz aus der Atomkatastrophe von Fukushima angekündigt, den geplanten Ausbau der Kernenergie zu stoppen und den Anteil erneuerbarer Energien zu vergrößern.

Von

dpa

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