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23.11.2015

14:06 Uhr

Attacke auf japanische Gedenkstätte

Explosion am umstrittenen Yasukuni-Schrein

Möglicherweise wurde ein Sprengsatz am Gelände der Gedenkstätte für Japans Kriegstote in Tokio gelegt. Der umstrittene Yasunuki-Schrein sorgt immer wieder für Spannungen mit Japans Nachbarn China und Südkorea.

Viele Touristen und Familien besuchen die Gedenkstätte, um ihrer im Krieg verstorbenen Angehörigen zu gedenken. ap

Polizisten am Yasukuni-Schrein

Viele Touristen und Familien besuchen die Gedenkstätte, um ihrer im Krieg verstorbenen Angehörigen zu gedenken.

TokioAm umstrittenen Yasukuni-Schrein in Tokio ist es am Montag zu einer Explosion gekommen. Niemand sei verletzt worden, teilte die Polizei mit. Die Detonation habe sich in einer Toilette ereignet. Der konkrete Hintergrund blieb zunächst unklar. Die Polizei sprach wörtlich von einer „Guerilla“-Attacke.

Am Yasukuni-Schrein ehrt Japan seine 2,5 Millionen Kriegstoten, darunter auch verurteilte und hingerichtete Kriegsverbrecher. Vor allem China und Südkorea, die im Zweiten Weltkrieg unter japanischen Gräueltaten litten, fühlen sich dadurch provoziert.

Nach einem Bericht der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo wurden in der Nähe des Explosionsorts eine Uhr und Drähte gefunden. Die Polizei kündigte eine Überprüfung der Aufnahmen von Sicherheitskameras an, um Hinweise auf mögliche Urheber zu erhalten.

Auf dem Gelände war ein Bombenentschärfungskommando im Einsatz. Auch die Feuerwehr wurde zur Hilfe gerufen, weil die Explosion einen Brand ausgelöst hatte. Das Feuer sei aber schon aus gewesen, als die Löschwagen vor Ort ankamen, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Der Schrein sollte am Montag, einem Feiertag in Japan, trotz des Zwischenfalls geöffnet bleiben. Viele Touristen und Familien besuchen die Gedenkstätte, um ihrer im Krieg verstorbenen Angehörigen zu gedenken.

Empörung rufen in China und Südkorea vor allem Besuche von Politikern an dem Schrein hervor. Kaiser Akihito mied die Stätte deshalb und auch Ministerpräsident Shinzo Abe besuchte sie in den vergangenen zwei Jahren nicht.

Von

ap

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