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20.02.2004

09:50 Uhr

Auch Kanada betroffen

Vogelgrippe-Virus befällt Hauskatzen

Das gefährliche Vogelgrippe-Virus ist in Thailand auch bei Hauskatzen festgestellt worden. Ein Tiger, ein Leopard und zwei Hauskatzen seien an dem gefährlichen Virus vom Typ H5N1 erkrankt und gestorben, teilte ein Veterinär der Universität Bangkok am Freitag mit.

HB BANGKOK. Alle Tiere hätten sich durch den Verzehr von rohem Hühnerfleisch angesteckt. Hinweise, dass das Virus von Katzen auch auf Menschen übertragbar sei, gebe es jedoch nicht.

Von der Vogelgrippe wird gewöhnlich nur Federvieh befallen. Durch engen Kontakt zu infiziertem Geflügel kann die Krankheit jedoch auch auf den Menschen übertragen werden. Beim Menschen liegt die Sterblichkeitsrate bei Ausbruch der Vogelgrippe zwischen 70 und 80 Prozent. H5N1 hat bei mindestens 22 Menschen in Asien zum Tod geführt.

In Kanada ist erstmals ein Fall von Vogelgrippe entdeckt worden. Der Erregerstamm, der auf einer Farm in der westkanadischen Provinz British Columbia festgestellt wurde, ist jedoch nach Behördenangaben nicht gefährlich für Menschen. Dennoch sollen auf der Farm in den nächsten Tagen rund 16 000 Hühner und anderes Geflügel vernichtet werden, wie das Gesundheitsministerium in Ottawa am Donnerstag mitteilte.

Nach Angaben kanadischer Wissenschaftler handelt es sich bei dem Vogelgrippe-Virus um einen Erreger vom Typ H7, der seit 1975 bereits drei Mal in Kanada aufgetreten sei. Die Herkunft des weit weniger gefährlichen Erreger-Typs sei noch unklar, erklärte das Gesundheitsministerium. Zuvor waren im östlichen US-Bundesstaat Delaware tausende Hühner nach einem Ausbruch des H7-Erregers vernichtet worden.

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