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19.01.2005

16:23 Uhr

Auf deutschen Autobahnen wird immer schneller gefahren

Drängler sollen härter bestraft werden

Die Bundesregierung will die Strafen für Drängler auf Autobahnen verschärfen. Medienberichten zufolge soll die Geldbuße für grobe Verstöße von 150 auf 250 Euro und das Fahrverbot von einem auf drei Monate erhöht werden.

HB BERLIN/GOSLAR. Das sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums am Mittwoch und bestätigte einen Bericht der „Saarbrücker Zeitung“. Der Ministeriumssprecher sagte weiter, die Details seien noch offen.

Auch die großen Automobilclubs fordern eine deutlich härtere Bestrafung schwerwiegender Verkehrsdelikte. „Die Gerichte gehen mit Rowdys im Schnitt viel zu milde um“, sagt ADAC-Jurist Christian Döhler im Vorfeld des 43. Deutschen Verkehrsgerichtstages, der am 26. Januar in Goslar beginnt.

Ebenso wie der ADAC fordert auch der Auto Club Europa (ACE) ein härteres Durchgreifen der Justiz gegen notorische Verkehrssünder. Nötig seien zudem mehr Kontrollen der Polizei, meint ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner. Nur so könnten die vernünftigen Verkehrsteilnehmer ausreichend geschützt werden: „Rüpelei im Straßenverkehr gehört gesellschaftlich geächtet.“ Auch der Automobilclub von Deutschland (AvD) setzt auf mehr und gezieltere Kontrollen „zur Eindämmung der Aggression im Straßenverkehr“.

„Die Zahl der Raser und Drängler nimmt vor allem auf den Autobahnen seit Jahren ständig zu“, erklärt ADAC-Jurist Döhler. Der Grund: „Es wird immer voller auf den Straßen, und die Autos werden immer schneller. Kleinwagen rasen inzwischen mit Tempo 200 auf der Überholspur.“ Für viele Fachleute sind auch die extrem schnellen Kleintransporter ein Problem.

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