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01.08.2013

14:22 Uhr

Auf Spurensuche mit Dropbox

Der dümmste Smartphone-Dieb aller Zeiten?

VonNils Jacobsen
Quelle:Meedia.de

Einer jungen Frau ist während des Urlaubs das Smartphone gestohlen worden. Jetzt tauchen im Netz Bilder vom mutmaßlichen Dieb auf. Möglich wird das durch einen immer stärker verbreiteten Dropbox-Account.

Screenshot der Webseite lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com: die Online-Rache eines Diebstahlopfers am vermeintlichen Täter. lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com / Repro Handelsblatt Online

Screenshot der Webseite lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com: die Online-Rache eines Diebstahlopfers am vermeintlichen Täter.

Man kennt das ja: Im Urlaub sinkt bekanntlich schon mal die Hemmschwelle. So geschehen bei einer deutschen Ibiza-Touristin, die sich, kaum auf der Balearen-Insel angekommen, mit ihren Freundinnen betrunken ins kühle Nass stürzte. Die Hüllen fielen, alles wurde zehn Meter vom Strand entfernt auf einen Liegestuhl abgelegt, auch Portemonnaie und, fatalerweise, das Smartphone – man könnte es jugendlichen Leichtsinn nennen.

Die Touristin vernahm noch Geräusche unter der Liege, doch mit der Risikoeinschätzung ist es bekanntlich nicht so weit her, wenn die sommerlichen Fluten locken. 15 Minuten später das böse Erwachen: alles weg. Unterwäsche, Pässe, Geld und, am schlimmsten, das Android-Smartphone.

„Das fühlte sich echt ätzend an", schreibt die deutsche Ibiza-Urlauberin später in ihrem Blog. Einige Monate später tauchen seltsame Bilder im Dropbox-Account auf ihrem Computer auf. Die Frage steht im Raum: Wer ist der junge Mann in einstudierten Posen vorm Burj-al-Kalifa, am Strand oder am Pool, fragt sich die deutsche Bloggerin, die es vorzieht, lieber namenlos zu bleiben.

Dafür erfährt sie aber den Namen des mutmaßlichen Diebs: Hafid. Woher sie das weiß? Er schreibt ihr auf Facebook – von seinem eigenen Account. Die Login-Daten aus Dubai verraten ihn dabei. Gleichzeitig gehen bei ihren Freundinnen seltsame Anrufe eines arabisches Mannes auf Skype ein. Der Smartphone-Besitzer nutzt seine neue Errungenschaft inzwischen in vollen Zügen. Hafid muss allerdings nicht der echte Dieb sein. Er könnte das gestohlene Handy auch vom Dieb gekauft haben.

Gepostet und gepostet wird weiter, die Bilder fließen wie selbstverständlich in die Dropbox ein. Die Synchronisierung funktioniert ähnlich wie bei Apples iCloud: Einmal ein Foto geschossen, wird dies in der Datenwolke gespeichert, sofern die Einstellung  dazu aktiviert worden ist.

Kommentare (6)

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Banksterbasher

01.08.2013, 14:33 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Smartie

01.08.2013, 15:03 Uhr

Da man nicht weiß ob er es wirklich gestohlen hat, tat er mir ja fast leid (aber auch nur fast!!!), aber es ist immer noch klar erkennbare Hehlerware, die Apps sind alle auf eine andere Person aktiviert, genauso das Google Account usw.
Das sollte selbst für so einen mit Intelligenz nicht unbedingt gesegneten Menschen als Hehlerware zu erkennen sein.
Also kein Mitleid und kräftig den Tumblr Linke teilen!

Sandra12

01.08.2013, 15:05 Uhr

Was für ein Phone??? Früher hieß das TELEFON, hatte ´ne WählSCHEIBE und ´nen Hörer. Gab´s im schicken beige und ganz tollem grün... Omi hatte so´n Samthülleken drum....
ICH mag diese PHONES nicht !!! Und ich bin Anfang 40 !!!! Sitzt ´ne Gruppe Leute an EINEM Tisch, aber unterhalten sich nicht...WARUM?? Weil jeder in sein Phone vertieft ist. Passiert ein Fußgängerunfall auf der Straße, Warum ? Weil der Fußgänger in sein Phone vertieft ist und einfach über die Straße geht.... TOLL !!

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