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09.11.2016

12:42 Uhr

Ausbruch der Vogelgrippe

Gefährliche Geflügelpest erreicht den Süden

Nachdem bereits in Schleswig-Holstein die gefährliche Variante der Vogelgrippe nachgewiesen wurde, gibt es jetzt auch bei Wildvögeln am Bodensee erste bestätigte Fälle. Ob die Ausbrüche zusammenhängen ist noch unklar.

In Schleswig-Holstein herrscht aufgrund nachgewiesener Fälle des Vogelgrippe-Virus H5N8 seit Dienstag eine Stallpflicht für Geflügel. Nun sind auch am Bodensee erste Tiere nachweislich infiziert. Das Ansteckungsrisiko für Menschen ist jedoch relativ gering. dpa

Ausbreitung

In Schleswig-Holstein herrscht aufgrund nachgewiesener Fälle des Vogelgrippe-Virus H5N8 seit Dienstag eine Stallpflicht für Geflügel. Nun sind auch am Bodensee erste Tiere nachweislich infiziert. Das Ansteckungsrisiko für Menschen ist jedoch relativ gering.

KonstanzAuch bei Wildvögeln am Bodensee ist die gefährliche Variante der Vogelgrippe vom Typ H5N8 festgestellt worden. Nach Angaben des Agrarministeriums in Baden-Württemberg hat das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut für Tierseuchen die Verdachtsfälle bestätigt.

Minister Peter Hauk (CDU) will sich an diesem Mittwochnachmittag (16.00 Uhr) über den aktuellen Stand ein Bild machen und über das weitere Vorgehen informieren. Da es sich um die für Geflügel ansteckende Variante handelt, werden Schutzmaßnahmen durch die Behörden ergriffen.

Vogelgrippe: Geflügel in Schleswig-Holstein muss im Stall bleiben

Vogelgrippe

Geflügel in Schleswig-Holstein muss im Stall bleiben

Vogelgrippe in Schleswig-Holstein: Für das Sterben von mehr als 200 Vögeln an Seen im Kreis Plön ist das Virus H5N8 verantwortlich. Auch aus Süddeutschland und Nachbarländern wurden Vogelgrippe-Fälle gemeldet.

Am Dienstag war diese gefährliche Form der Vogelgrippe bereits in Schleswig-Holstein festgestellt worden. Dort gilt im ganzen Bundesland eine Stallpflicht für sämtliches Geflügel. Auch aus Polen, Kroatien und Ungarn wurden Vogelgrippe-Fälle gemeldet. Unklar ist allerdings noch, ob es einen Zusammenhang zwischen allen Ausbrüchen gibt und es sich um die gleiche Virusvariante handelt.

Nahe Konstanz am westlichen Bodenseeufer waren nach Angaben des Ministeriums mehr als 30 tote Reiherenten gefunden worden. Diese hochpathogene Variante wird auch als Geflügelpest bezeichnet. Das Risiko für Menschen durch den H5N8-Erreger gilt als sehr gering.

Seit November 2014 wurden hochpathogene H5N8-Viren in mehreren Geflügelbetrieben in Deutschland und anderen europäischen Ländern entdeckt. Infektionen von Menschen mit diesen Viren sind laut FLI bislang weltweit nicht nachgewiesen worden. Eine Ansteckung über infizierte Lebensmittel ist nach Auskunft des Bundesinstituts für Risikobewertung „theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich“.

Von

dpa

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