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17.03.2004

12:32 Uhr

Auslöser war ein Gas-Leck

70 Tote nach Hauseinsturz in Russland befürchtet

Einen Tag nach der Explosion in einem neunstöckigen Wohnhaus haben die Einsatzkräfte bereits 50 Leichen geborgen. Die Polizei fahndet nach zwei Obdachlosen, die Teile einer Gasleitung abmontiert und so die Explosion in Archangelsk verursacht haben sollen.

HB MOSKAU. Bis zum Nachmittag wurden bereits 50 Leichen aus den Trümmern des neunstöckigen Wohnblocks geborgen, teilte der Zivilschutz in der Stadt Archangelsk mit. Bis zu 20 weitere Todesopfer würden noch in den Überresten des eingestürzten Wohnhauses vermutet. Unter den geborgenen Toten seien auch acht Kinder.

Nach Angaben von Ermittlern bestätigten sich erste Vermutungen, die tödliche Explosion sei durch Manipulationen an einer im Treppenhaus verlaufenden Gasleitung verursacht worden. In den Trümmern sei ein Gasrohr gefunden worden, an dem ein Verschluss fehlte. Die Polizei fahndete weiter nach zwei Männern, die vor der Explosion in mehreren Wohnhäusern des Stadtviertels die Rohrverschlüsse aus Edelmetall abgeschraubt haben sollen. In Russland wird häufig Metall gestohlen, um es bei Schrotthändlern zu Geld zu machen.

In der Nacht zum Dienstag war ein Treppenaufgang mit insgesamt 36 Wohnungen bei einer gewaltigen Detonation eingestürzt. Insgesamt 24 Hausbewohner überlebten teilweise schwer verletzt die Katastrophe.

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