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26.10.2014

19:09 Uhr

Ausschreitungen bei Demonstration

Hooligans randalieren bei Marsch gegen Islamisten

Der Name ist Programm, die Einstellung extrem aggressiv: Die Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ marschiert in Köln auf, hetzt gegen Migranten, greift Polizisten an. Diese müssen sich mühen, die Situation zu beruhigen.

Das erinnert schon sehr an die Proklamationen rechtsextremer Gruppen: Ein Mann trägt ein Shirt der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ bei einer Demonstration in Köln. dpa

Das erinnert schon sehr an die Proklamationen rechtsextremer Gruppen: Ein Mann trägt ein Shirt der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“ bei einer Demonstration in Köln.

KölnWasserwerfer, Schlagstöcke und Reizgas: Die Polizei hat am Sonntag mit einem massiven Einsatz auf Ausschreitungen bei einer Hooligan-Kundgebung gegen Salafisten in Köln reagiert. Beamte seien mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. „Dagegen sind wir vorgegangen.“ Ein Einsatzfahrzeug der Polizei wurde von den Demonstranten auf die Seite geworfen. Ersten Angaben zufolge soll es mindestens zehn Verletzte gegeben haben. Eine solche Eskalation der Gewalt habe es in NRW lange nicht gegeben, meinte ein Beamter. „Sowas kennt man aus Berlin oder Hamburg - aber eigentlich nicht aus Nordrhein-Westfalen.“

Mindestens 2500 als gewaltbereit geltende Hooligans hatten sich am Sonntagnachmittag versammelt, um gegen Islamisten zu demonstrieren. Die Teilnehmer waren nach Angaben der Bundespolizei teilweise von weither angereist. Schon vor Beginn der offiziell angemeldeten Demonstration wurden am Kölner Hauptbahnhof „Ausländer-raus“-Rufe angestimmt. Zugleich kamen rund 500 Teilnehmer zu einer Gegendemonstration - unter ihnen war die Kölschband Brings. Die Polizei war unbestätigten Angaben zufolge mit rund 1000 Einsatzkräften vor Ort.

Als die Hooligans durch die Stadt zogen, kam es zu den heftigen Ausschreitungen am Ebertplatz. „Wir haben jetzt im Moment Pfefferspray, Schlagstöcke und Wasserwerfer im Einsatz und versuchen, die Lage etwas unter Kontrolle zu kriegen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Wenig später eskalierte die Lage auch am Hauptbahnhof. Weil Demonstranten versuchten, das abgesperrte Bahnhofsgebäude zu stürmen, setze die Polizei auch dort Wasserwerfer ein.

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Als sich die Lage etwas beruhigt hatte, eskortierte die Polizei die Demonstranten in kleinen Gruppen durch den Bahnhof zu ihren Zügen, damit sie aus Köln abreisen konnten. Auch dabei kam es immer wieder zu kleineren Rangeleien mit den Einsatzkräften.

Zu Festnahmen konnte ein Polizeisprecher zunächst keine Angaben machen. Ein Hubschrauber habe aber auch Bilder aus der Luft gemacht. Diese würden nun von szenekundigen Beamten ausgewertet, um die Angreifer auch nachträglich zur Rechenschaft ziehen zu können.

Die „Hooligans gegen Salafisten“ sind eine Bewegung, die sich im Internet gebildet hat und sich über soziale Netzwerke organisiert. Neben gewaltbereiten Fußballfans werden auch Rechtsextreme der Bewegung zugerechnet. Das Bundesinnenministerium beobachtet sie nach eigenen Angaben wegen der hohen Gewaltbereitschaft unter den Sympathisanten seit einiger Zeit verstärkt. Die Kundgebung in Köln war von einem Funktionär der Anti-Islam-Partei Pro NRW angemeldet worden, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Woifi Fischer

27.10.2014, 07:34 Uhr

Ausschreitungen bei Demonstration Hooligans randalieren bei Marsch gegen Islamisten!

Wo war der Bundesinnenminister bei dieser Demonstration? Warum sah man ihn nicht auf Seiten der Polizei und wo war der Landesinnenminister, die dieses Problem erst ins Land geholt haben???
Diese Feiglinge sitzen gut bewacht in ihren Löchern und lassen andere den Kopf für diesen Mist hinhalten.

Herr Teito Klein

28.10.2014, 08:38 Uhr

HoGeSa
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Da musste erst die "Volkswehr" gegen sie Salafisten vorgehen, bevor die Behörden aufgewacht sind.
Dann marschierte die Polizei mit 10.000 Einsatzkräften gegen die 2.500 Hooligans und Neonazis auf.
Wo sind sie, wenn sich Salafisten mit Kurden prügeln? Da verstecken sie sich feige. Was unternimmt die Regierung gegen die Islamisten? NICHTS!
Das ist in Deutschland ein Tabuthema. Wer gegen Islamisten vorgeht, gilt als "fremdenfeindlich" und wird mit der Nazikeule ruhiggestellt.

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