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11.01.2011

08:32 Uhr

Australien

Die Flut erreicht die Metropole Brisbane

Die verheerenden Überschwemmungen in Australien bahnen sich unaufhaltsam ihren Weg - eine erste Flutwelle hat die Millionenstadt Brisbane erreicht, wo sich die Menschen auf Schlimmeres vorbereiten. In Toowoomba hat sich die Zahl der Todesofper nach der verheerenden Springflut auf acht erhöht, etliche werden noch vermisst.

Die Flut kommt: Ein Mann am Brisbane Fluss, der bereits über die Ufer getreten ist. Reuters

Die Flut kommt: Ein Mann am Brisbane Fluss, der bereits über die Ufer getreten ist.

HB BRISBANE/SYDNEY. Eine erste Flutwelle hat die australische Millionenstadt Brisbane erreicht. Nach Medienberichten vom Dienstag gab es bereits erste Evakuierungen. Anwohner aus niedriger gelegenen Gebieten brachten sich in Sicherheit. Der Fährverkehr sowie die Zug- und Busverbindungen wurden in Teilen der Stadt einstellt. Die Polizei sperrte Straßen ab.

Es wird erwartet, dass sich die Lage in Brisbane in den kommenden beiden Tagen noch verschärfen wird. In Erwartung des Hochwassers waren in der Zwei-Millionen-Stadt unter großem Zeitdruck 30 000 Sandsäcke gefüllt worden, sagte Bürgermeister Campbell Newman und drängte die Bewohner, ihre Häuser vor dem Wasser zu schützen.

Bisher kosteten die Überschwemmungen im australischen Bundesstaat Queensland bereits mindestens acht Menschen das Leben. Unter den acht Getöteten befinden sich eine Mutter und ihre zwei Kinder, deren Auto von den Fluten mitgerissen worden sei. Zu den Opfern zählten auch zwei weitere Kinder.

Vermisst wurden 72 Menschen, sagte die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, am Dienstag. Über mindestes elf der Vermissten mache man sich besonders große Sorgen. Einige Ortschaften seien von der Außenwelt abgeschnitten. Die Rettungsarbeiten konzentrierten sich am Dienstag auf Städte, die flussabwärts von Toowoomba gelegen sind, darunter die besonders schwer betroffenen Orte Murphy's Creek und Grantham.

Die Politikerin befürchtet, dass sich die Zahl der Opfer noch dramatisch erhöhen könnte. Ganze Familien würden vermisst, sagte die tiefbetroffene Ministerpräsidentin. Meteorologen warnten am Dienstag vor weiteren Springfluten. Für die Region wurden erneut heftiger Regen und Gewitter vorausgesagt.

Die Polizei rechnet damit, dass im südlichen Queensland die Zahl der Todesopfer auf mehr als 20 steigen könnte, schrieb die Zeitung „The Australian“ in ihrer Online-Ausgabe am Dienstag.

Kommentare (1)

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30.000 Sandsäcke?

11.01.2011, 15:06 Uhr

Wieso nur 30.000? Gibts da nicht mehr? Sand ist doch genug vorhanden in Down Under...

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