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16.01.2011

21:18 Uhr

Australien

Neue Warnungen kündigen Jahrhundertflut an

Während in Brisbane bereits das große Aufräumken beginnt, zittert der Süden Australiens vor neuen Fluten. Im Staat Victoria wurden tausende Menschen evakuiert. Der Papst rief zu mehr Hilfe für Hochwasseropfer auf.

Tausende Freiwillige beginnen in Brisbane mit den Aufräumarbeiten.- dpa

Tausende Freiwillige beginnen in Brisbane mit den Aufräumarbeiten.-

HB MELBOURNE. In Australien haben sich angesichts neuer Hochwasserwarnungen Dutzende Gemeinden mit Sandsäcken auf mögliche Unwetter vorbereitet. Mehr als 3 500 Menschen im Staat Victoria verließen ihre Häuser, nachdem in einigen Städten für Sonntagabend die verheerendsten Überschwemmungen seit 100 Jahren erwartet wurden. Der Leiter der staatlichen Notfalldiensts, Trevor White, sagte, bei einigen der örtlichen Flüsse sei ein beispielloser Anstieg der Pegelstände zu beobachten.

Die am Ufer des Murray River gelegene Stadt Echuca sieht sich derweil mit einem Damm vor einer möglichen Jahrhundertflut gewappnet. Der Deich dürfte den erwarteten Wassermassen standhalten, erklärte Bürgermeister Neil Pankhurst.

Dennoch treibt viele Bewohner Victorias die Sorge um, dass es bei ihnen zu einer ähnlichen Katastrophe wie in Queensland kommen könnte, wo drei Wochen anhaltende Überschwemmungen mindestens 28 Menschen das Leben kosteten und weite Gebiete unter Wasser setzten. Dort wurden am Sonntag noch 14 Menschen vermisst. Mehr als 28 800 Haushalte waren am Samstag noch ohne Strom, wie der Versorger Energex erklärte.

Die am schlimmsten von der Flut betroffene Gemeinde Grantham war noch zu 70 Prozent abgeriegelt, während die Bergungsmannschaften nach den Leichen der Vermissten suchten. Die Gouverneurin von Queensland, Anna Bligh, rief die Einwohner der Stadt unterdessen zur Geduld auf. Sie hoffe, dass die Leute angesichts der Umstände Verständnis dafür aufbrächten, dass die Polizei unter großem Druck stehe. „Sie arbeiten so hart sie können, damit die Bewohner Granthams so schnell wie möglich wieder nach Hause können“, sagte sie.

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