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14.01.2011

12:18 Uhr

Australien

Weniger Erntejobs für Deutsche

Unter der Flut in Australien leiden auch zahlreiche junge Deutsche. Für viele fallen durch die verheerenden Überschwemmungen im australischen Bundesstaat Queensland Jobmöglichkeiten weg.

Das Jahrhunderthochwasser in Queensland hat eine Fläche überflutet, die so groß ist wie Frankreich und Deutschland zusammen. dpa

Das Jahrhunderthochwasser in Queensland hat eine Fläche überflutet, die so groß ist wie Frankreich und Deutschland zusammen.

Denn immer mehr junge Deutsche nutzen vor Studium, Ausbildung oder einem Jobwechsel die Möglichkeit eines „Working-Holiday-Visums“ für Australien. Damit bekommen sie für ein Jahr eine Arbeits- und Reisegenehmigung. Rund 20 000 sind nach Angaben der Australischen Botschaft in Berlin jährlich auf diese Weise in Australien unterwegs. Die deutschen Wanderarbeiter arbeiten häufig auf Feldern und Plantagen in Queensland, um sich weitere Reisen zu finanzieren. „Gerade Fruit-Picking in Rockhampton und Bundaberg ist sehr beliebt“, erklärt Verena Hanneken von der Organisation Step-In, die Arbeitsaufenthalte in Australien vermittelt.

Durch die Überflutungen sind zurzeit große Teile in Queensland nicht mehr zu bewirtschaften. Rund 20 000 Farmen seien betroffen, wie die Farmerorganisation National Farmers Federation mitteilt. Für Zitrusfrüchte, Tomaten, Kürbisse und Getreide ist jetzt eigentlich Erntezeit.

Allein über die Vermittlerorganisation WWOF (World-Wide Opportunities on Organic Farms) arbeiten in der Hochsaison rund 5000 Rucksackreisende auf Farmen in Queensland. Zurzeit sind sie aufgefordert, nicht in die betroffenen Gebiete zu reisen.

Von den Deutschen, die mit einem Working-Holiday-Visum unterwegs sind, ist nach Botschaftsangaben niemand zu Schaden gekommen. Auch wenn die Erntejobs knapp sind – in wenigen Tagen wird sicherlich jeder Wiederaufbauhelfer willkommen sein.

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