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25.06.2013

14:16 Uhr

Autobahnschütze

Aus Frust auf Laster und Autos geschossen

Offenbar ist Frustration das Motiv des mutmaßlichen Autobahnschützen. Die Ermittler haben bei dem Verdächtigen Waffen und Munition gefunden. Der 57-Jährige gesteht seine Tat.

Das Einschussloch durch ein Projektil Kaliber 22 in einer Autotür. Die jahrelange Serie von Schüssen auf deutschen Autobahnen ist nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) aufgeklärt. dpa

Das Einschussloch durch ein Projektil Kaliber 22 in einer Autotür. Die jahrelange Serie von Schüssen auf deutschen Autobahnen ist nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) aufgeklärt.

WiesbadenDer am Sonntag festgenommene mutmaßliche Autobahnschütze hat nach Angaben der Ermittler aus Frustration auf fahrende Laster und Autos geschossen. Der 57-Jährige Mann habe „Ärger und Frust im Straßenverkehr“ als Motiv für seine Taten genannt, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, am Dienstag in Wiesbaden. Am frühen Sonntagmorgen war der Verdächtige an seinem Wohnort in der Nordeifel festgenommen worden. Den Ermittlern zufolge gab er mittlerweile zu, der Schütze zu sein, der für die seit 2008 andauernde Tatserie verantwortlich ist.

Der 57-jährige gelernte Werkzeugmacher hatte demnach selbst als Kraftfahrer für eine Spedition gearbeitet. Nach bisherigem Erkenntnisstand sei er als "frustrierter Einzelgänger mit einem Hass auf Personen" zu bezeichnen, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt aus Würzburg, Dietrich Geuder. Der Mann habe seine Schüsse als Selbstjustiz betrachtet und die Situation auf deutschen Autobahnen als eine Art Krieg bezeichnet, sagte Geuder.

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Fünf Jahre lang hatte die Polizei nach dem Täter gesucht, der nach bisherigem Erkenntnisstand insgesamt 762 Mal von der Autobahn aus auf Laster, Autos oder Gebäude geschossen hatte. Eine Frau war dabei im November 2011 von einem Geschoss getroffen und schwer verletzt worden. Drei Mal entgingen Lkw-Fahrer nur knapp einem Unglück, als Projektile die Seitenscheiben ihrer Fahrzeuge durchbrachen.

Seit Oktober 2012 leitete das BKA die Ermittlungen. Nach einem aufwändigen Datenabgleich waren die Beamten in diesem Frühjahr auf die Fährte des nun Festgenommenen gekommen. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten mittlerweile zwei Pistolen und einen Schießkugelschreiber sowie 1300 Schuss Munition. Eine Pistole wurde den Angaben zufolge bereits als Tatwaffe zugeordnet. Bei den übrigen Waffen dauerten die Untersuchungen noch an.

Von

afp

Kommentare (4)

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Vicario

25.06.2013, 14:25 Uhr

Zitat : Fünf Jahre lang hatte die Polizei nach dem Täter gesucht, der nach bisherigem Erkenntnisstand insgesamt 762 Mal von der Autobahn aus auf Laster, Autos oder Gebäude geschossen hatte

- dass spricht nicht für die Polizei ! Die sind wohl nur beim Knöllchen holen gut !

A.Kolb

25.06.2013, 17:13 Uhr

Ein hohes Lob der Polizei ! Das war ein äußerst schwieriger Fall, da der Schütze ständig seinen Tatort
mobil hielt. Gut gemacht. Respekt !

Account gelöscht!

26.06.2013, 01:08 Uhr

(Natürlich, das ist ja auch viel leichter und bequemer!)
So ein Fall zeigt erschreckend, welche Wut und wieviele Aggressionen sich gerade beim Autofahren oft über längere Zeiträume aufstauen können. Weitere Gängelungen und weitere Reglementierungen, z.B. durch ein generelles Tempolimit oder zusätzliche Beschilderungen würden diesen Zustand eher noch verschärfen anstatt irgendetwas Positives zu bewirken!

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