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14.08.2014

12:55 Uhr

Autobahnschütze

Verteidigung kritisiert Kennzeichenerfassung

Hatten die Ermittler im Fall des Autobahnschützen eine rechtliche Grundlage? Mit einer automatisierten Speicherung von Kennzeichen hatten sie den Täter ausfindig gemacht. Sein Anwalt legt Protest ein.

Die automatische Erfassung von Kennzeichen an Autobahnabschnitten, die von der jahrelangen Serie an Schüssen betroffen waren, hatte die Ermittler auf die Spur des 58 Jahre alten Angeklagten gebracht. dpa

Die automatische Erfassung von Kennzeichen an Autobahnabschnitten, die von der jahrelangen Serie an Schüssen betroffen waren, hatte die Ermittler auf die Spur des 58 Jahre alten Angeklagten gebracht.

WürzburgDie Verteidigung des mutmaßlichen Autobahnschützen hält die Ergebnisse einer monatelangen Kennzeichenerfassung als Beweise für unzulässig. „Für diese bundesländerübergreifende Ermittlungsmethode gibt es keine gesetzliche Grundlage“, kritisierte Rechtsanwalt Franz-Josef Krichel am Donnerstag vor dem Landgericht Würzburg.

Die Kammer will über die Frage der Verwertbarkeit erst später entscheiden und befragte den leitenden Ermittler des Bundeskriminalamtes zu der Fahndungsmaßnahme.

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Fünf Jahre lang hielten mysteriöse Schüsse auf deutschen Autobahnen Ermittler in Atem, bis das BKA dem mutmaßlichen Rachefeldzug eines Fernfahrers auf die Spur kam. Ab heute muss sich dieser vor Gericht verantworten.

Die automatische Erfassung von Kennzeichen an Autobahnabschnitten, die von der jahrelangen Serie an Schüssen betroffen waren, hatte die Ermittler auf die Spur des 58 Jahre alten Angeklagten gebracht. Der Fernfahrer hatte beim Prozessauftakt am Montag Schüsse zugegeben, den Vorwurf des versuchten Mordes aber zurückgewiesen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Reinhold Wehler

14.08.2014, 13:24 Uhr

Lasst doch ein paar Tote durch solche Idioten zu. Es gibt ja genügend Menschen auf der Welt.

Herr Teito Klein

14.08.2014, 19:48 Uhr

Kennzeichenerfassung
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Die Verteidigung des mutmaßlichen Autobahnschützen hält die Ergebnisse einer monatelangen Kennzeichenerfassung als Beweise für unzulässig.

Verlangt die Verteidigung jetzt, dass der Täter freigelassen wird, da ohne die Kennzeichenerfassung er niemals geschnappt worden wäre?
Er hatte ja schon jahrelang auf Andere geschossen.
Aber er wollte ja niemanden umbringen - sagte er.

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