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29.06.2011

13:47 Uhr

Baby erstochen

Polizistin muss vier Jahre ins Gefängnis

Erst hatte sie die Schwangerschaft verdrängt, nach Geburt ihr Baby erstochen. Weil die Polizistin sich selbst angezeigt hatte, blieb das Landgericht Verden mit vier Jahren Gefängnis unter der Forderung des Staatsanwalts.

Die Polizistin auf dem Weg in den Verhandlungssaal im Landgericht Verden. Quelle: dpa

Die Polizistin auf dem Weg in den Verhandlungssaal im Landgericht Verden.

VerdenWeil sie ihr neugeborenes Baby mit einer Schere erstochen hat, muss eine 25-jährige Polizeibeamtin für viereinhalb Jahre wegen Totschlags ins Gefängnis. Das Landgericht Verden sah es am Mittwoch als erwiesen an, dass die junge Frau das Kind im Juli 2010 nach einer verdrängten Schwangerschaft tötete.

Ihr sei erst nach Einsetzen der Wehen bewusst geworden, dass sie schwanger sei, sagte der Vorsitzende Richter Volker Stronczyk. Dabei sei ihr klar geworden, dass das Kind nicht von ihrem neuen Lebensgefährten, sondern von ihrem Ex-Freund sei. Sie habe befürchtet, ihren Freund, der ihr am Vortag einen Heiratsantrag gemacht hatte, zu verlieren. Deshalb habe sie noch vor beim Geburtsvorgang entschieden, das Kind zu töten. Die Beziehung zu ihrem Freund sei der Mittelpunkt ihres Lebens gewesen, betonte Stronczyk.

Die Schwangerschaft habe sie verdrängt. Noch zwei Wochen vor der Geburt habe sie an einem Staffellauf teilgenommen und sei im Beisein von Freunden in einem Freizeitbad bäuchlings eine Wildwasserbahn hinuntergerutscht. Strafmildernd hätten sich das Geständnis und die Selbstanzeige der Angeklagten ausgewirkt, sagte Stronczyk. Andernfalls wäre die Tat nie ans Licht gekommen. Die damals 24-jährige Polizistin aus Lüneburg hatte die Leiche des kleinen Jungen am Ufer des Flusses Wümme begraben.

Die Strafkammer berücksichtigte bei dem Urteil, dass sie Reue gezeigt und sei „glaubwürdig erschüttert“ über das, was sie getan habe. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Es bestehe keine Fluchtgefahr, sagte der Vorsitzende Richter. Die Verteidigung kündigte Revision an.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren gefordert. Sie war von der ursprünglichen Mordanklage abgerückt und hatte auf Totschlag plädiert. Die Verteidigung verlangte eine Bewährungsstrafe wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Kommentare (2)

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Redfox

29.06.2011, 17:32 Uhr

es wurde mir schlecht bei der Vorstellung wie dem Baby der Bauch aufgeschlitzt wurde.

werneremil

30.06.2011, 14:50 Uhr

wenn es nch einen beweis bedurft haette,welche gewissenlose schweine polizist oder polizistin in deutschland werden hier ist er.gnadenlos gegen leben,sogar wenn es aus dem eigenen hurenbauch kommt.2 partnerwechsel in 9 monaten,toetungsversuche noch im mutterleib u.a
mit fruchtabgangs staffellauf und bauch!!! wasserrutsche!!!im 9.monat!!! ich moechte nicht wissen wieviele polizeikollegen in der schwangerschaft (risikoloses bumsen)ueber diese moerderin gestiegen sind.im dienst-dafuer ist die polizeikollegin ja da und ausser dienst.und dann die belohnung vom beamtenkollegen strafrichter-4 jahre-fuer vorsaetzlichen kindsmord!!!in solchen faellen/situationen fragt man sich ob die todesstrafe das kind am leben erhalten haette.

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