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27.05.2011

15:00 Uhr

Bakterienbelastung

Spanische EHEC-Gurken in Skandinavien

Die EHEC-Spur führt weiter nach Spanien: Auch in Dänemark fanden sich belastete Gurken aus dem Süden. Die Zahl der schweren Krankheitsfälle steigt stetig, die Bundesregierung kann keine Entwarnung geben.

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Die Behörden geben auch nach dem Fund belasteter Gurken aus Spanien beim gefährlichen EHEC-Durchfallerreger keine Entwarnung. „Noch kann über die Ursache und den Ort der Kontamination nur spekuliert werden“, sagte der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, Holger Eichele, am Freitag in Berlin. So bleibe unklar, ob die Erreger bereits in Spanien, auf dem Transportweg oder am Zielort in Deutschland auf die Gurken gelangt seien. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums warnte, es müsse davon ausgegangen werden, „dass die Infektionsquelle noch aktiv sein könnte“. Die Hamburger Behörden teilten mit, auf der Suche nach der Infektionsquelle führe nun auch eine Spur nach Holland.

In Dänemark und Schweden sind bis zum Freitag 32 EHEC-Fälle nachgewiesen worden. Das teilten die Gesundheitsbehörden in Kopenhagen und Stockholm mit. Alle Betroffenen seien zuvor in Deutschland auf Reisen gewesen. Die Zahl der Verdachtsfälle wurde nicht mitgeteilt.

Auch in Dänemark wurden in zwei Supermärkten Gurken aus Spanien mit den EHEC-Bakterien gefunden. Die Behörden forderten alle Händler auf, Importe des betreffenden Herstellers sofort aus dem Handel zu ziehen.

Bei Reisen nach Deutschland sei derzeit besondere Vorsicht geboten, hieß es in der Mitteilung der schwedischen Behörde zur Vorbeugung ansteckender Krankheiten.

Nach den Untersuchungsergebnissen aus Hamburg, wonach der gefährliche Bakterienstamm auf spanischen Gurken festgestellt wurde, habe das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit an die EU-Mitgliedsstaaten und die Bundesländer unverzüglich eine Schnellwarnung herausgegeben, sagte Eichele. Die Behörden zur Lebensmittelüberwachung arbeiteten nun mit Hochdruck daran, per Lieferlisten den Weg der Ware zurückzuverfolgen. „Klar ist: Belastete Produkte müssen unverzüglich vom Markt genommen werden“, fügte der Sprecher von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hinzu.

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