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16.11.2013

04:03 Uhr

„Batkid“

KrebskrankerJunge darf San Francisco retten

Der an Krebs erkrankte Miles wünschte sich nichts sehnlicher als einmal ein Superheld zu sein. Das durfte der Fünfjährige als „Batkid“ in San Francisco. Die ganze Stadt spielte mit und sogar Obamas wünschten ihm Glück.

„Batkid“ auf Verbrecherjagd: Der fünfjährige Miles Scott, der an Leukämie erkrankt ist, spielte einen Superhelden - und ganz San Francisco spielte mit. ap

„Batkid“ auf Verbrecherjagd: Der fünfjährige Miles Scott, der an Leukämie erkrankt ist, spielte einen Superhelden - und ganz San Francisco spielte mit.

San FranciscoAuf Wunsch des krebskranken Miles Scott hat sich San Francisco am Freitag in die Comic-Stadt Gotham City verwandelt. Unter den Augen tausender begeisterter Zuschauer ging der Fünfjährige als "Batkid" in der Westküstenmetropole auf Verbrecherjagd.

Polizei und Bevölkerung spielten begeistert mit. Organisiert hatte das Spektakel die Make-A-Wish-Stiftung, die schwerkranken Kindern ihre sehnlichsten Wünsche erfüllt.

Der an Leukämie erkrankte Scott hatte sich gewünscht, wie sein Vorbild "Batman" die Schurken "Riddler" und "Penguin" zu jagen. Auf seiner Abenteuerjagd durch die Stadt applaudierten dem Jungen zigtausende Schaulustige.

Scott, der im Alter von anderthalb Jahren erkrankte, rettete eine zum Schein an einen Wagen der berühmten Straßenbahn San Franciscos gefesselte Frau. US-Präsident Barack Obama gab dem kleinen Verbrecherjäger per Twitter das Startzeichen.

Die Aktion erregte landesweit und über die Grenzen der USA hinaus Aufmerksamkeit. Fernsehsender wie CNN berichteten live. In Online-Sozialnetzwerken wurde Scott gefeiert.

Die Zeitung "San Francisco Chronicle" brachte eine Sonderausgabe heraus mit dem Titel: "Batkid rettet Stadt!" Die berühmte American Football-Mannschaft San Francisco 49ers twitterte: "Unser Held ist angekommen. Die Straßen von San Francisco sind heute sicher."

Die Staatsanwaltschaft in der Stadt veröffentlichte eine Pressemitteilung mit der Ortsmarke San Francisco/Gotham, in der sie die Festnahme und Anklageerhebung gegen "Riddler" und "Penguin" bekannt gab. "Duo muss mit Gefängnis rechnen dank Batkid", hieß es darin.

Und First Lady Michelle Obama schrieb auf Twitter: "Danke, dass Du all diese schmierigen Typen schnappst. Du bis eine Inspiration für uns alle!" Patricia Wilson von der Make-A-Wish-Stiftung zeigte sich bewegt von der allgemeinen Begeisterung für die Aktion: "Ich habe noch nie ein solches Lauffeuer im Internet erlebt, und eine solch große Unterstützung aus aller Welt."

Der kleine Miles Scott, der während seiner Verbrecherjagd in einem Restaurant pausierte, befindet sich nach langer Behandlung inzwischen auf dem Weg der Besserung.

Von

afp

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