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20.09.2012

21:20 Uhr

Batman-Amoklauf

Anklage gegen Kino-Attentäter wird erweitert

Zehn weitere Anklagepunkte kommen für James Holmes hinzu. Der Mann soll während der Kino-Premiere von "The Dark Knight Rises" in Aurora, Colorado, 12 Menschen getötet und 58 verletzt haben und geistig krank sein.

Der Angeklage James Holmes soll bei der Batman-Premiere am 20.Juli 12 Menschen getötet haben. dapd

Der Angeklage James Holmes soll bei der Batman-Premiere am 20.Juli 12 Menschen getötet haben.

DenverDie Staatsanwaltschaft will die Anklage gegen den mutmaßlichen Kino-Attentäter von Aurora ausweiten. Wie aus am Mittwoch eingereichten Gerichtsunterlagen hervorgeht, sollen zehn weitere Anklagepunkte gegen den Schützen erhoben werden, der während einer Mitternachtspremiere des "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" in einem Kino im US-Staat Colorado zwölf Menschen getötet haben soll. Nähere Angaben zu den Anklagepunkten werden in den Unterlagen nicht gemacht.

Bislang sind 142 Anklagepunkte gegen den Angeklagten James Holmes erhoben worden. Ihm werden unter anderem Mord und versuchter Mord im Zusammenhang mit dem Blutbad am 20. Juni in Aurora vorgeworfen. Zwölf Menschen kamen dabei ums Leben, 58 wurden verletzt. Die Verteidigung argumentiert, dass der Angeklagte geistig krank ist.

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Nach Aussagen seines Anwalts ist der „Batman“-Attentäter James Holmes psychisch krank. Er tötete bei der Filmpremiere in Colorado 12 Menschen. Nun diskutiert das Gericht über die Geheimhaltung der Ermittlungsakten.

Bei einer Anhörung am Donnerstag gaben die Staatsanwälte ihre Bemühungen vorerst auf, Einsicht in ein Notizbuch des Angeklagten zu erhalten, das er vor der Tat an seine Psychiaterin geschickt haben soll. Darin ist womöglich eine Beschreibung der Mordpläne enthalten. Man wolle das Verfahren gegen den Verdächtigen nicht aufhalten, sagte der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Rich Orman zur Begründung.

Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor argumentiert, Recht auf Einsicht in das Notizbuch zu haben und das damit begründet, dass der Angeklagte nicht vorhatte, sich einer Therapie zu unterziehen. Schließlich habe er damit gerechnet, nach seiner Bluttat tot zu sein oder im Gefängnis zu sitzen. Der Richter in dem Fall hatte Ende August aber entschieden, dass die Anklage nicht zweifelsfrei habe darlegen können, dass es keine Arzt-Patienten-Beziehung zwischen der Psychiaterin und Holmes gegeben habe.

Der Angeklagte Holmes machte bei der Anhörung am Donnerstag einen lebendigeren Eindruck als bei vorherigen Gerichtsterminen. Er lächelte und sah sich im Gerichtssaal um. Die auffälligen orange gefärbten Haare waren einer braunen Kurzhaarfrisur gewichen.

Von

dapd

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